Die letzte Schicht – mit einem kleinen Haken
Nach unzähligen Stunden Schleifen, Spachteln und Grundieren war es endlich so weit: Das Coppercoat konnte aufgetragen werden. Für uns war schnell klar, dass sich der ganze Aufwand lohnen soll und wir nicht in ein paar Jahren wieder von vorne anfangen möchten.
Coppercoat ist eine Epoxidbeschichtung mit einem hohen Kupferanteil, die den Bootsrumpf vor Algen, Muscheln und anderem Bewuchs schützt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Antifouling muss es nicht jedes Jahr neu aufgetragen werden. Hält die Beschichtung gut, kann man viele Jahre Ruhe haben – genau das war unser Ziel.
Natürlich hat Coppercoat auch seine Schattenseiten. Das Material ist teurer und der Untergrund muss nahezu perfekt vorbereitet sein. Dafür hofft man anschließend auf viele Jahre ohne das große Antifouling-Projekt.
Eine Kleinigkeit gab es dann aber doch noch: Damit das Kupfer richtig arbeiten kann, muss die Oberfläche nach dem Aushärten noch einmal leicht angeschliffen werden. Offenbar gibt es eine ungeschriebene Regel im Bootsbau: Ein Projekt ist erst dann fertig, wenn man mindestens ein letztes Mal geschliffen hat.
Jetzt hoffen wir, dass dieses „letzte Mal“ wirklich für viele Jahre das letzte Mal war.
