02. und 03. November 2026

Auf nach Almerimar ⛵🌊

Um 09:30 Uhr verlassen wir den Yacht Port Cartagena. Gleich bei der Hafenausfahrt müssen wir uns sprichwörtlich die Nase zuhalten, denn genau in diesem Moment kommt ein riesiger Tierfrachter in den Hafen gefahren. 😔 Die armen Tiere da drauf! Da tut einem schon das Herz weh.

Kaum sind wir draußen, setzen wir die Segel und genießen bis in die Nacht hinein wunderschönes Segeln mit Wind von achtern. Unsere Windsteueranlage macht brav ihre Arbeit und Roland muss nur gelegentlich ein wenig nachjustieren. 😊

Um 21 Uhr schläft der Wind allerdings ein und der Motor muss wieder ran. Müde ist heute keiner von uns beiden, also plaudern wir noch gemütlich bis kurz vor Mitternacht.

Um halb drei übernehme ich wieder das Ruder. Endlich kommt Wind auf und die Segel gehen raus. Als es bei voller Besegelung mit 18 Knoten doch etwas zu viel wird, muss ich Roland kurz zum Reffen aus dem Schlaf holen. 😅 Ein bisschen zusätzliche Muskelkraft kann schließlich nicht schaden! Danach darf er weiterschlafen.

Ab 8 Uhr herrscht leider wieder Flaute und die letzten 10 Seemeilen legen wir unter Motor zurück. Dabei passieren wir kilometerlange Küstenabschnitte, die regelrecht mit Gewächshäusern zugepflastert sind. Gefällt uns gar nicht! Da verzichten wir gerne auf Erdbeeren im Winter. 🍓😂

Gegen 11 Uhr erreichen wir schließlich Almerimar und werden in der Marina ausgesprochen freundlich empfangen. Hilfsbereit sind sie hier allemal, die Spanier! 🇪🇸😊

Dazu kommt noch, dass wir für eine ganze Woche nur 80 Euro Hafengebühr bezahlen. Da freut sich das Geldbörserl💰😃

Kaum angekommen, organisieren wir auch schon einen Metallbauer, der sich unser Bugspriet anschauen und es hoffentlich reparieren kann. Denn unser Bugspriet wartet ja schon viel zu lange auf seine Wiederauferstehung! 🔧

Leider ist Robin, unser Metallbauer des Vertrauens, gerade nicht greifbar. Also müssen wir uns diesmal anderweitig helfen lassen.

Almerimar, wir sind da! Und die nächste Reparatur wartet schon auf uns! 😂⛵

27.Oktober bis      01.November 2026

Kein Internet, kein Land in Sicht      –     514 Seemeilen Freiheit! 🌊⛵

Nach unserem Ablegen in Cagliari kommen wir zunächst richtig gut unter Segel voran. Da die Wellen allerdings zunehmend größer und steiler werden, beschließen wir, uns am Abend noch für ein paar Stunden in die letzte südliche Bucht Sardiniens zu verziehen. Um 2 Uhr morgens geht es dann endgültig hinaus auf die hohe See – begleitet von einem fast vollen Mond, der uns den Weg erhellt. 🌔

Die ersten Tage segeln wir unter guten Bedingungen dahin. Doch die Nacht vom 28. auf den 29. hat es dann ordentlich in sich. Die Wellen werden steil und hoch, und gefühlt bringt uns jede siebte in eine ordentliche Schieflage. 🌊 Irgendwann ist das auch unserer Windsteueranlage zu viel. Sie kommt mit den Bedingungen nicht mehr zurecht und Roland übernimmt für fünf Stunden das Ruder.

Erst als sich das Meer endlich wieder etwas beruhigt, kann unsere Windsteueranlage ihre Arbeit wieder aufnehmen. Sagen wir einmal so: Diese paar Stunden waren nicht unbedingt meine Vorstellung von gemütlichem Segeln! 😅 Aber um 2 Uhr morgens kann ich Roland ablösen und er darf sich endlich ein wenig aufs Ohr hauen.

So wild die See auch sein kann, ein paar Stunden später zeigt sie sich wieder von ihrer friedlichen Seite. Gegen Mittag setzt die Flaute ein, das Meer beruhigt sich und wird stellenweise spiegelglatt. Wir haben inzwischen wirklich alles durch: viel Wind, wenig Wind, steile Wellen und dann wieder spiegelglatte See. Dazwischen immer wieder viele Stunden wunderbares Segeln. ☀️

Und es gibt unglaublich viele schöne Momente. Dieses Gefühl, allein auf der weiten See unterwegs zu sein. Rundherum nichts als Wasser, kein Land in Sicht und nur wir in unserer kleinen Albatros. Das hat schon etwas ganz Besonderes. ❤️

Jeden Tag bekommen wir Besuch von Vögeln, die unser Boot kurzerhand als Schlafplatz nutzen. 🐦 Und dann entdecken wir in der Weite einen Wal, der ganz gemächlich an uns vorbeizieht. Unglaublich, wenn man beobachten kann, wie er aus seinem Blasloch ausatmet und eine Wasserfontäne in die Luft schickt. 🐳 Als Draufgabe begleiten uns auch noch Delfine in unserer Bugwelle. Einfach der Wahnsinn! 🐬 Solche Begegnungen machen die ganze Überfahrt zu etwas ganz Besonderem.

Auch bei unseren Nachtwachen finden wir nach und nach unseren eigenen Rhythmus. Einen fixen Wachplan gibt es bei Roland und mir nicht. Irgendwie ergibt sich die Aufteilung immer so, dass es für jeden passt und keiner übermüdet wird. Und genau so funktioniert es für uns.

Und auch der Mond bleibt uns die nächsten Tage treu. Nacht für Nacht begleitet er uns über das dunkle Meer und sorgt immer wieder für eine ganz besondere Stimmung an Bord. 🌙

Eine ganz besondere Erfahrung sind allerdings die sechs Tage ohne Internet. Das ist anfangs schon etwas gewöhnungsbedürftig. Aber irgendwann merkt man, dass man das Handy gar nicht mehr in die Hand nimmt – außer natürlich, um Fotos zu machen. Keine Nachrichten, kein Nachschauen, kein ständiger Blick aufs Display. Einfach nur wir, das Meer und unser Alltag an Bord. Und ehrlich gesagt: Es fühlt sich richtig gut an! 😊

Und eine Besonderheit war auch noch: Am 31.10.26 um 5 Uhr! Wir haben den Nullmeridian überquert - von Ost nach West! Ab jetzt sind wir auf der westlichen Erdhalbkugel unterwegs.🌍⛵

Am Samstag, schon kurz vor dem spanischen Festland, wird es auf See wieder deutlich lebhafter. Wir haben ordentlich Verkehr rund um uns. Gegen Abend suchen wir uns schließlich eine Bucht, etwa neun Seemeilen vor Cartagena, und werfen den Anker.

Ich gehe noch eine Runde schnorcheln, um zu kontrollieren, ob der Anker ordentlich hält. Alles bestens! 👍 Bei einem kurzen Blick auf unser Unterwasserschiff entdecke ich allerdings etwas, das uns weniger Freude bereitet: Wir haben uns einen riesigen schwarzen Plastikfetzen in den Propeller eingefahren. Das war also der Grund, warum unser Motor während der Überfahrt einmal kurz ins Stocken geraten ist! 🙈

Mit einem Stanley-Messer und mehreren Tauchgängen von uns beiden gelingt es schließlich, das hartnäckige Plastik wieder aus dem Propeller zu entfernen. 💪

Dabei wird uns einmal mehr bewusst, wie unglaublich viel Müll im Meer unterwegs ist. Gerade bei ruhiger See sieht man es besonders deutlich. Es ist traurig und erschreckend zugleich, was da alles herumtreibt.

Die kommende Nacht schlafen wir wunderbar durch. 😴

Heute um 9 Uhr geht es weiter Richtung Yacht Port Marina Cartagena. Zuerst fahren wir zum Tanken und anschließend legen wir an einem Fingersteg an. Das Anlegerbier darf natürlich nicht fehlen! 🍻 Danach erledigen wir die Anmeldung und dann geht es ab in die Stadt.

Unser erstes kulinarisches Ziel ist schnell gefunden: Paella! 😋 Anschließend drehen wir noch eine Runde durch das wunderschöne Cartagena. Schon bei dieser kurzen ersten Begegnung merken wir, dass diese Stadt einiges zu bieten hat. Aber da wir morgen bereits wieder weiterwollen, verschieben wir die ausführlichere Erkundung hoffentlich auf unsere Rückreise.

Nach sieben Tagen und sechs Nächten auf See setzen wir wieder unsere Füße auf spanisches Festland. Und das mit einem richtig guten Gefühl und auch einer ordentlichen Portion Stolz. Immerhin haben wir zum ersten Mal eine so lange Strecke am Stück zurückgelegt: 514 Seemeilen! ❤️⛵

26.Oktober 2026

Raus aus der Lücke – mit fremder Hilfe! 😅⛵

Heute legen wir in Cagliari einmal ganz besonders ab. Oder besser gesagt: Wir lassen uns ablegen! 😂

Durch den starken Wind der letzten Tage ist noch eine 40-Fuß-Yacht eingelaufen, die man ausgerechnet in der engen Gasse neben uns gestellt hat. Ergebnis: Für uns ist einfach zu wenig Platz, um unseren Stegplatz aus eigener Kraft zu verlassen. Festgefahren, ohne dass wir uns überhaupt bewegt haben! 🙈

Also mache ich mich auf den Weg zu den Marineros, um gemeinsam einen Plan zu schmieden. Die Lösung: Ein kleines Motorboot soll uns aus der Lücke ziehen. Na dann, Leinen los und Nerven behalten!

Mit Puls auf 180, jeder Menge Konzentration und ein paar Abstoßmanövern von den Nachbarliegern später ist es tatsächlich geschafft: Die Albatros ist frei und wir tuckern durchs Hafenbecken Richtung Ausfahrt.

Draußen setzen wir endlich die Segel. Monika übernimmt das Steuer und schlängelt sich im Slalom durch den Ankergrund, wo rund acht große Tanker und Frachter vor Anker liegen. Während sie die Albatros sicher durch den Schiffsriesen-Parcours manövriert, kümmere ich mich um die wirklich wichtigen Dinge an Bord: Kaffee kochen und Brote fürs Frühstück richten. Jeder hat eben seine Aufgabe! ☕🥪⛵

Im Moment schaut es tatsächlich so aus, als könnten wir endlich wieder einmal ordentlich Strecke machen. Sollte der Wind mitspielen, könnte es deshalb sein, dass die nächsten Tagebuch-Einträge etwas auf sich warten lassen.

Aber keine Sorge: Wir sind nicht verschollen – wir segeln nur! 😉🌊

25.Oktober 2026

Cagliari – ein Tag voller Eindrücke! 

Irgendwann nach Mitternacht ist dem Wind endlich die Kraft ausgegangen – und das bis zum späten Vormittag. Das nutzen wir natürlich aus und ziehen schon um 07:30 Uhr das Vorsegel auf. Roland schnallt sich auch gleich noch den Klettergurt um und checkt das Rigg. Frühstück gibt’s erst danach 😉

Bevor uns die ersten Windböen erreichen, verziehen wir uns in die Altstadt. Dort nutzen wir gleich die Gelegenheit und drehen eine große Runde mit dem City-Tour-Bus. So sehen wir auch einiges, das zu Fuß nicht so leicht erreichbar wäre, und erfahren jede Menge über die schöne Stadt Cagliari.

Cagliari hat schon viele Herrscher kommen und gehen sehen. Phönizier, Römer, Spanier und andere Völker haben hier ihre Spuren hinterlassen. Besonders eindrucksvoll ist das alte Viertel Castello, das hoch über der Stadt thront. Mit seinen engen Gassen, den historischen Gebäuden und den mächtigen Stadtmauern fühlt man sich stellenweise wie auf einer kleinen Zeitreise.

Unsere Tour führt uns hinaus zu den Salinen, vorbei am langen Sandstrand und den Flamingos bis hinauf zum Parco di Monte Urpinu, einem großen Park mit wunderschöner Aussicht – einer der grünen Lungen Cagliaris. Die Flamingos in den Lagunen sind übrigens ein echtes Wahrzeichen der Stadt. 🦩

Weiter geht’s entlang der alten Stadtmauern, bis wir kurz unterhalb der Altstadt aussteigen. Natürlich erkunden wir diese anschließend noch zu Fuß. Über unzählige Treppen und durch schmale Gassen schlendern wir durch die historische Stadt, bevor wir unseren Rundgang mit einer typisch sardischen Jause ausklingen lassen.

Der Tag hat sich wirklich gelohnt! Wir sind total begeistert von Cagliari, den Menschen, dem Flair, dem Essen und den vielen schönen Eindrücken, die wir mitnehmen. ❤️

Dass wir jetzt wieder an Bord sind und uns dasselbe Wind-und-Wellen-Spiel erwartet wie gestern, stört uns heute erstaunlicherweise kaum. Roland und Robert sind mit Fachsimpeln über technisches Bootszubehör beschäftigt, während ich mich in aller Ruhe meinem Tagebuch widme. 😊

24.Oktober 2026

Jetzt wird’s aber echt schon nervig! 😠

Seit 10 Uhr bläst uns der Wind um die Ohren, mit konstanten 15 bis 30 Knoten. Auch wenn uns das ständige Geschaukel langsam ordentlich auf die Nerven geht, liegen wir mit der Albatros gut und sicher. Das ist schließlich das Wichtigste!

Viel anfangen können wir heute allerdings nicht, denn schließlich bekommen wir unser repariertes Segel zurück. Wenn der Wind doch endlich einmal die Richtung ändern würde, könnten wir bald wieder los. Aber wie es momentan aussieht, wird das frühestens am Montag etwas. Also morgen noch einmal das gleiche Spiel. 🙄 Hoffentlich legt der Wind wenigstens in der Nacht eine Pause ein, sonst kommen wohl die Ohropax zum Einsatz!

Immerhin haben wir am Nachmittag unser Segel zurückbekommen. Für 150 Euro wurde es wieder richtig gut hergerichtet. Natürlich ist bei diesem Wind ans Aufziehen nicht zu denken.

Roland beschäftigt sich unter Deck mit unserem Satellitentelefon und spleißt Augen in die neuen Festmacherleinen. Ich lese einen deutsch-englischen Thriller, um mein Englisch zu verbessern und mir gleichzeitig die Zeit zu vertreiben.

Wenn mir das Schaukeln an Bord wieder einmal zu nervig wird, drehe ich eine kleine Runde an Land, mache Fotos, quatsche mit den Nachbarn oder schaue den Fischern beim Angeln zu.

Und so geht auch dieser windige Tag allmählich zu Ende. 🌬️⛵

23.Oktober 2026

Jetzt reicht’s aber mit den Reparaturen! 🔧⛵

Nachdem wir wieder eine so ruhige Nacht hatten, haben wir heute etwas länger geschlafen. Aber macht ja nix, uns treibt ja nichts!

Für heute haben wir uns nur vorgenommen, die Leine der Rollreffanlage unserer Genua auszutauschen. Das haben wir im Nu erledigt. Dabei stellen wir allerdings fest, dass die Schlaufe, mit der das Segel am Rollreff befestigt ist, schon fast durchgerissen ist. Das muss unbedingt repariert werden!

Also heißt es: Segel runter und ab zum Segelmacher. Wir fragen in der Marina nach einem Segelmacher, und es dauert nicht lange, steht auch schon jemand da, der das Segel abholt. Wir bitten ihn, es so schnell wie möglich zu reparieren. „Kein Problem, morgen ist es wieder da“, meint er.

Damit wäre der erste Punkt für heute erledigt. Den Altstadtbummel verschieben wir also auf morgen oder übermorgen. Dafür kommen wir in den Genuss, Delfine im Hafenbecken zu beobachten. 😍

Dank unseres Nachbarn Robert können wir auch dem haltlosen Schrauben an der Steuersäule ein Ende setzen. Robert hat nämlich das passende Werkzeug dabei: einen Heli-Coil, mit dem sich ein beschädigtes Gewinde reparieren lässt. Wieder ein Problem weniger!

So, genug gearbeitet für heute! Ab in die City! Wir spazieren entlang der Promenade und kommen an der Basis von Luna Rossa Prada Pirelli vorbei. Roland ist völlig begeistert, denn gerade läuft die imposante America's-Cup-Yacht in den Hafen ein. Das italienische Team trainiert hier in Cagliari für den nächsten America's Cup, der 2027 in Neapel stattfindet. Da schlägt das Seglerherz natürlich höher! ⛵😍

Anschließend schlendern wir durch die noble Marina, in der wir uns einen Liegeplatz wohl eher nicht leisten würden, und tauchen schließlich in die Stadt ein. Wir drehen eine schöne Runde, gönnen uns einen Kaffee und spazieren danach wieder zurück zu unserem Boot.

Dort wartet noch eine Dusche auf uns – diesmal gemeinsam, denn die Herrendusche ist defekt und Männlein und Weiblein werden kurzerhand nicht getrennt. 😂

Ja, wer eine solche Reise unternimmt, sollte nicht allzu zimperlich sein. Manchmal heißt es einfach: Augen zu und durch! 😂🙈

22.Oktober 2026

 Dicht, sauber und eigentlich bereit zum Ablegen … ⛵

Heute Nacht haben die Windböen endlich einmal eine Pause eingelegt und es war herrlich ruhig. Man glaubt ja immer, in der Marina liegt man geschützt und ruhig. Aber wenn Böen mit bis zu 30 Knoten durchpfeifen, gibt es auch hier ordentlich Schwell und es klappert, pfeift und schlägt rundherum, was das Zeug hält.

Also starten wir ausgeschlafen und nach einem Kaffee in den Tag. Ich lasse Roland ungestört die Wasserpumpe einbauen und widme mich in der Zwischenzeit dem Deckschrubben. Dabei schwirrt mir ständig ein Gedanke durch den Kopf: Hoffentlich sagt er gleich, dass die Pumpe passt!

Als ich schon fast fertig bin, kommt endlich die erlösende Nachricht: Die Pumpe passt! Wir können den Motor starten. Gesagt, getan – und siehe da: Wir sind wieder dicht! 🍻

Danach finden auch die Schrauben vom Baumarkt ihren Platz, und im Nu ist alles wieder verstaut und das Boot auf Hochglanz gebracht. Die Albatros ist bereit zum Ablegen, aber der Wind spricht eine andere Sprache – nämlich die der falschen Richtung. Cagliari will uns noch nicht gehen lassen.

Am Nachmittag zieht es uns in die Stadt. Wir kehren in unserem mittlerweile bekannten Café ein und geben anschließend die defekte Pumpe beim DHL-Shop ab. Auf der anderen Straßenseite holen wir uns noch einen Kebab, den wir genüsslich im Park verspeisen.

Danach schlendern wir gemütlich zurück Richtung Marina und schauen den Wassersportlern zu, bis die Sonne langsam untergeht. Zufrieden kommen wir wieder bei Albatros an.

21.Oktober 2026

Baumarkttag = 7 Kilometer Fußmarsch 🛠️👣

Heute war es dann so weit: der unaufschiebbare Baumarkttag! Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Stadt zur Busstation. Nach 15 Minuten Fußmarsch steigen wir in die Linie M, die uns in die Nähe des doch etwas weiter entfernten Baumarkts Bricofer bringt. Von dort sind es noch einmal zehn Minuten zu Fuß, bis wir endlich unser Ziel erreichen.

Ganze zwei Stunden verbringen wir zwischen Maschinen, Schrauben und allerlei anderen Dingen, die man als Segler eben so braucht. Wie froh war ich, dass es in italienischen Baumärkten tatsächlich auch eine Toilette gibt! 😂

Auf jeden Fall bekommen wir alles, was wir brauchen – und noch einiges mehr. Ihr kennt das ja: Man fährt wegen ein paar Kleinigkeiten los und kommt mit einem ganzen Sack voll Zeug zurück. 😉

Auf dem Rückweg besorgen wir noch Koteletts im Supermarkt, schließlich soll es am Abend etwas Deftiges geben. Und ja, ihr lest richtig: Da marschiert der Fleischhauer tatsächlich mit einer halben Sau durch das Geschäft! 😳 So etwas sieht man auch nicht alle Tage.

Zurück am Boot haben wir immerhin schon sieben Kilometer in den Füßen. Nachdem alles verstaut ist, hält es Roland nicht lange an Bord. Unser ersehntes Paket wartet nämlich beim Kipoint auf ihn. Darin befindet sich die Salzwasserpumpe, auf die wir schon so dringend warten. Mit im Gepäck zurück kommen außerdem neue Festmacherleinen und ein Stahldrahtseil samt Vorhängeschloss, damit wir unser Beiboot künftig ordentlich absperren können.

Na, dann hoffen wir jetzt sehr, dass die neue Pumpe morgen auch wirklich passt! Ganz überzeugt hat mich Roland mit seinem Gesichtsausdruck beim Auspacken nämlich nicht. 🤔😂 Aber vielleicht täuscht der erste Eindruck ja – die Hoffnung stirbt zuletzt! 🤞⚓

20.Oktober 2026

Wenn der Baumarkt gegen das Bordleben verliert 🛠️😎⛵

Heute bringt uns niemand aus unserem kleinen schwimmenden Zuhause – nicht einmal der Baumarkt kann Roland vor die Tür locken. 😂 Bei dem Wetter machen wir es uns lieber unter Deck gemütlich.

Obwohl … beim Kartenspielen hat ausgerechnet Roland gerade das Glück auf seiner Seite. Man gönnt es ihm ja! 😉

Am Nachmittag wird dann doch noch gearbeitet: Die mechanische Pumpe unseres Bord-WCs wird ausgetauscht. Die neue fährt schon seit einiger Zeit mit und hat geduldig darauf gewartet, endlich eingebaut zu werden. Und siehe da – das Pumpen geht gleich viel leichter! 🚽🔧 Wieder ein kleines Projekt erledigt.

Gegen Abend versuche ich mich dann im Flammkuchenbacken – und das gelingt mir eigentlich ganz gut! Nur war es etwas zu viel des Guten. Zum Glück haben wir mit unserem hilfsbereiten Nachbarn Robert einen dankbaren Abnehmer für den Rest gefunden. 😋

Danach wird noch lange am Steg gequatscht. Erst als sich die Wolken am Himmel verziehen und der Mond zum Vorschein kommt, wird es langsam Zeit, den Abend ausklingen zu lassen. 🌙

Na dann, hoffen wir auf besseres Wetter morgen! 🍀⛵

19.Oktober 2026

Cagliari – Liebe auf den ersten Landgang! ❤️⛵

Bevor wir uns heute auf den Weg nach Cagliari machen, haben wir für euch erst einmal ein paar Fotos von unserer Marina gemacht. Einfach traumhaft! 😍🌴🌊 Da könnte man doch glatt glauben, wir wären schon in der Karibik gelandet. 😂🏝️ Aber nein, wir sind noch immer auf Sardinien!

Wir sind aber rundherum bestens versorgt und haben alles, was wir brauchen. Das gesamte Personal der Marina ist unglaublich nett und hilfsbereit – genauso wie die Segler, mit denen wir ins Gespräch kommen. Man fühlt sich hier vom ersten Moment an wohl. 😊⚓

Als Erstes steuern wir mittags ein nettes Café an. Aus dem geplanten kurzen Zwischenstopp wird ein ziemlich langer Aufenthalt, denn wir lassen es uns richtig gut gehen. Und die Cannoli? Ein absoluter Hammer! 🤤 Knusprige Teigröllchen mit süßer Ricottafüllung – da kann man schon einmal die Zeit vergessen. 😂☕️

Eigenartig eigentlich, aber Cagliari hat uns vom ersten Schritt an Land sofort in seinen Bann gezogen. ❤️ Die Stadt hat etwas ganz Besonderes, und so schlendern wir anschließend gemütlich durch die Gassen in Richtung Altstadt. Unser Ziel ist die Bastione di Saint Remy, eines der bekanntesten Wahrzeichen Cagliaris.

Die imposante Bastion wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf den alten Befestigungsanlagen der Stadt errichtet. Sie verbindet die historische Unterstadt mit dem höher gelegenen Castello-Viertel. Besonders beeindruckend sind die große Freitreppe und die klassizistische Fassade mit ihren Säulen und Bögen. Von der oberen Terrasse hat man einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt bis hin zum Hafen und zum Meer. Ein Ort, an dem man wunderbar stehen bleiben und einfach schauen kann. 🏛️🌅

Danach machen wir uns langsam wieder auf den Weg zurück in Richtung Hafen. Im Gepäck haben wir einen gut gefüllten Rucksack vom Supermarkt.

Doch bevor wir unsere Einkäufe ausräumen, bleiben wir noch bei unseren Seglernachbarn hängen. Aus einem kurzen Plausch wird eine längere Unterhaltung.

Erst die kühlen Windböen erinnern uns daran, dass es langsam Zeit wird, uns auf unsere Boote zurückzuziehen. 🌬️ Dort stillen wir erst einmal den Hunger und planen den morgigen Tag.

Zu meinem Leidwesen und Rolands größter Freude steht vermutlich ein ganzer Tag im Baumarkt auf dem Programm. 😂🔧

Was tut man nicht alles für die Albatros! ⛵️❤️

18.Oktober 2026

Von der verlassenen Mole in den sicheren Hafen

Heute starten wir etwas früher in den Tag, denn unser Ziel heißt Cagliari. Da der Wind heute offenbar Ruhetag hat, bleibt uns nichts anderes übrig, als die rund 20 Seemeilen unter Motor zurückzulegen.

Bei dem herrlichen Sonnenschein und der spiegelglatten See ist das aber überhaupt kein Problem. Gemütlich tuckern wir entlang der Küste und genießen die wunderschöne Aussicht. Sogar zwei Delfine lassen sich kurz blicken! Natürlich sind wir sofort mit der Kamera zur Stelle. Doch kaum sind sie aufgetaucht, sind sie auch schon wieder verschwunden und ich hab nicht ganz das perfekte Foto bekommen. 😉

Neben der Marina "Del Sole"  gibt es laut den Informationen anderer Segler eine verlassene Mole, an der man kostenlos festmachen kann. Das klingt verlockend, also legen wir dort an. Erst später entdecken wir die aufgestellten Schilder mit der unmissverständlichen Botschaft: Anlegen und Festmachen verboten!

Zuerst überlegen wir, ob wir einfach bis morgen bleiben und abwarten, ob uns jemand wegschickt. Schließlich liegen wir ja schon ganz gut. Doch dann schauen wir uns die Wettervorhersage für morgen genauer an: Es ist Schlechtwetter angesagt  mit Böen bis zu 25 Knoten. Da könnte es passieren, dass wir die Mole ausgerechnet bei richtig ungemütlichem Wetter verlassen müssen. Und darauf haben wir nun wirklich keine Lust.

Also treffen wir am Abend doch noch die Entscheidung, in die Marina zu wechseln. Eine gute Entscheidung, wie sich schon kurze Zeit später herausstellt: Kaum hängen wir an der Muring, lässt das Gewitter auch nicht mehr lange auf sich warten.

Albatros ist gut vertäut, und wir können dem angekündigten Schlechtwetter nun deutlich entspannter entgegensehen.

So werden wir die nächsten Tage wohl erst einmal in der Marina verbringen und hoffen, dass uns bald wieder ein passendes Wetterfenster die Weiterfahrt ermöglicht.

17.Oktober 2026

Knusperbrot, Schraubenschlüssel und oide Hodern 🎶

Heute hatten wir einen ganz entspannten Tag. Ein bisschen geschraubt wurde natürlich trotzdem. Wir zogen einige Schrauben und Muttern nach, schrieben eine Besorgungsliste für den Baumarkt und verpassten unserer Nasszelle eine Wäscheleine. Schließlich muss auch an Bord die Wäsche irgendwo trocknen können. 😉

Außerdem gönnten wir unserem Ölzeug eine Dusche. Das hatte es nach unserer Überfahrt auch dringend nötig, denn es hatte ordentlich Salzwasser abbekommen.

Am Nachmittag wurde Roland zum Bäcker – was er ja auch ist! Und so gab es bald ein herrlich duftendes, knuspriges Brot. Gibt es etwas Besseres!?

Doch am allermeisten freue ich mich über etwas ganz anderes: wenn Roland so richtig entspannt ist, dass er anfängt, seine „oidn Hodern“ zu singen. 😂❤️ Dann weiß ich, dass die Welt für ihn gerade in Ordnung ist. Und ganz ehrlich: Wenn der Bäckermeister beim Brotbacken auch noch ein Ständchen gibt, ist das doch Unterhaltung inklusive!

So verging der Tag wie im Flug. Und was bei uns natürlich sowieso immer auf der Tagesordnung steht: Karten spielen und schwimmen. Schließlich sind wir nicht nur zum Arbeiten hier, sondern auch, um das Leben zu genießen.

Einfach ein gemütlicher Tag auf unserer Albatros – mit frisch gebackenem Brot, einer Prise Musik und ganz viel Zufriedenheit. Manchmal braucht es gar nicht mehr. ⛵️☀️

16.Oktober 2026

mareTV – heute live von Albatros 🐠

Wie immer, wenn es möglich ist, bin ich noch vor dem Frühstück im Wasser. So haben wir beide die Möglichkeit, ordentlich wach zu werden – und ich bin ja bekanntlich der Morgenmuffel. 😉

Heute lassen wir es ganz gemütlich angehen. Wir schauen mareTV, machen Homeoffice🤣, spielen Karten und springen zwischendurch zur Abwechslung ins angenehm kühle Meer.

Besonders erfreuen wir uns immer wieder an den vielen Fischen, die rund um Albatros unterwegs sind. Ob wir jemals selbst Fische fangen werden, wissen wir noch nicht. Sie sind einfach so schön anzuschauen, dass wir uns noch nicht sicher sind, ob wir ihnen wirklich nachstellen wollen. 🐠

Jetzt heißt es allerdings wieder warten – und zwar auf ein passendes Wetterfenster, um unsere Reise Richtung Gibraltar fortzusetzen. Roland hat dabei natürlich immer ein Auge auf die Wetterlage und beobachtet genau, wie sich alles entwickelt. So wie es derzeit aussieht, könnte es noch mindestens eine Woche dauern, bis der Wind aus der richtigen Richtung kommt und auch das Wetter mitspielt. Aber uns wird bestimmt etwas einfallen, damit uns in der Zwischenzeit nicht langweilig wird. 😊

Die Seewasserpumpe ist jedenfalls schon bestellt. Bei laufendem Motor tropft sie nämlich ganz langsam vor sich hin und hinterlässt eine kleine Salzwasserpfütze. Bei einem neuen Motor sollte das eigentlich nicht vorkommen. Na ja, wenigstens ist es ein Garantiefall. 😉 Und wenn es ans Reparieren geht, sind wir zwei ja mittlerweile ein eingespieltes Team.

15.Oktober 2026

Erst baden, dann aufräumen ⛵

Wenn man am Morgen in einer so schönen Bucht aufwacht und gleich einen Sprung ins herrliche Wasser machen kann, ist die etwas turbulente Überfahrt schnell vergessen. Was bleibt, ist das Chaos an Bord, das die Wellen verursacht haben. Und das gilt es jetzt erst einmal aufzuräumen.

Die Bestecklade hat sich selbstständig gemacht und alles, was nicht niet- und nagelfest war, lag irgendwo herum. Heute wird alles wieder an seinen Platz verstaut. Dabei wissen wir jetzt auch, welche Laden noch fixiert werden müssen, damit sie beim nächsten Mal nicht wieder das Weite suchen. 😉

Roland kümmert sich draußen um Albatros. Er verpasst ihr eine Süßwasserdusche, sortiert die Leinen und putzt die Fenster. Ich kümmere mich inzwischen um das Chaos unter Deck. So wird es Schritt für Schritt wieder sauber und ordentlich an Bord.

Am Abend kochen wir gemeinsam etwas Warmes und genießen einfach den gemütlichen Ausklang des Tages. 😊

12.bis 15.Oktober 2026

Eine kurze Überfahrt, die es in sich hat! ⛵

Unsere Überfahrt nach Sardinien steht an. Alle Wetterdaten sind gecheckt, insbesondere PredictWind. Alles schaut gut aus, alle Zeichen stehen auf Grün. Also Leinen los! Um 12 Uhr starten wir Richtung Sardinien. Was soll da schon schiefgehen? Tja, wie so oft kommt es anders als gedacht. Hier die Kurzfassung einer etwas anderen Überfahrt.

Der Himmel ist noch bedeckt, soll aber besser werden. Anfangs kommen wir gut voran und alles läuft nach Plan. Doch um 16 Uhr sind wir plötzlich von Gewittern umzingelt. Wind aus allen Richtungen, dazu hohe Wellen, die sich nicht entscheiden können, von welcher Seite sie uns am liebsten ärgern wollen. Es wird zunehmend ungemütlich, die Böen erreichen bis zu 35 Knoten und die Wellen werden immer höher. Das macht richtig Spaß. Also zumindest dem Meer. 🌊😅

Wir beschließen, die nur sechs Seemeilen entfernte Insel Ustica anzulaufen und dort Schutz zu suchen. Um 21 Uhr erreichen wir nach einem kräftigen Regenguss endlich die Bucht. Windstill, ruhig – herrlich! Allerdings hat die Sache einen Haken: Ankern ist wegen der steilen Küste keine Option, und die Bojen sind im Dunkeln kaum zu erkennen. Die wenigen, die wir sehen, liegen verdammt nahe an der Felswand.

Während ich mich schon einmal hinlege, dreht Roland seine Runden durch die Bucht und findet tatsächlich die einzige größere Boje, die für ein Segelboot infrage kommt. Wir beschließen, bis fünf Uhr früh zu pausieren und dann weiterzufahren. Ganz ruhig ist die Nacht allerdings nicht, denn die Boje klopft unermüdlich gegen Albatros. Irgendwas ist ja immer! 🙄

Um fünf Uhr legen wir ab. Wir wollen das Großsegel ausrollen, doch das verklemmt sich ordentlich. Weder raus noch rein – nichts geht mehr. Na toll! 😅 Also wieder zurück zur Boje und warten, bis es hell wird. Um sieben Uhr klettert Roland in den Mast, während ich unten an den Leinen herumhantiere. Zehn Minuten später ist der Spuk vorbei und alles wieder frei. Na bitte, geht doch! 👍

Weiter geht’s. Hinter der Insel erwartet uns allerdings eine ziemlich aufgewühlte See. Mit bis zu 20 Knoten Wind lässt sich Albatros zwar gut steuern, aber die Wellen sind kurz, steil und passen überhaupt nicht zum Wind. Eine ausgesprochen unangenehme Kombination. Ich verabschiede mich deshalb unter Deck, werfe eine Tablette ein und versuche, meinem Magen klarzumachen, dass das alles völlig normal ist. 🤢

Um zwei Uhr nachts löse ich Roland ab. Die nächsten drei Stunden sind für mich alles andere als ein Vergnügen. Danach übernimmt Roland wieder und verlängert seinen Schlaf mit Intervallen der besonderen Art: Alle 30 Minuten aufstehen, Rundumblick, Kartenplotter, Radar – alles okay? Gut, weiterschlafen! Man muss sich nur zu helfen wissen. 😉

Der Tag verläuft einigermaßen ruhig. Roland geht es gut, während mein Schädel brummt und mir noch immer nicht wirklich wohl ist. Zum Sonnenuntergang legt sich Roland wieder hin und ich übernehme das Ruder. Langsam wird es ruhiger, bis der Wind schließlich immer weniger wird. Um 22 Uhr herrscht absolute Windstille – was beim Segeln ja eigentlich auch keiner will. Die Segel schlagen, Albatros dreht sich im Kreis und schaukelt in den Wellen. Für meinen Magen ist das jedenfalls keine gute Idee. 😵‍💫

Also starten wir den Motor und tuckern gemütlich und angenehm die letzten 15 Seemeilen bis Sardinien. Unser Ziel ist die Bucht von Campulongu. Die Navigation führt uns vorbei an kleinen Inseln und Felsen, die gerade noch aus dem Wasser schauen. Mit der Kombination aus Kartenplotter, Radar und Leuchtfeuern ist das Navigieren selbst in stockdunkler Nacht easy -peasy. 😎

Um 1:30 Uhr fällt endlich der Anker. Wir sind ziemlich ausgelaugt, aber für einen Gin Tonic und eine Captain-Cola sind wir nie zu müde. 🍹😄

Unser Fazit: Eine ruppige, anstrengende und alles andere als entspannte Überfahrt. Aber wir wussten ja schon vorher, dass Segeln nicht immer nur aus Sonnenschein, Rückenwind und Postkartenidylle besteht. Manchmal bekommt man eben das volle Programm. 😉

11.Oktober 2026

Ölwechsel, Wäsche und Sightseeing

Heute ist bei unserem neuen Motor der erste Ölwechsel nach 50 Betriebsstunden fällig. Das Altöl darf hier in der Marina leider nicht entsorgt werden und wird uns wohl noch ein Stück auf unserer Reise begleiten. 🙈

Danach suchen wir uns eine Laundry. Während unsere Wäsche ihre Runden dreht, erkunden wir in der Wartezeit einen Teil von Palermo.

Danach greifen wir zum Telefon um unserer Tochter Angela zum Geburtstag zu gratulieren.🥳❤️

Nachdem unser Boot wieder mit Wäsche geschmückt ist, starten wir nochmals in Palermos Gassen und suchen uns eine Pizzeria. Später lassen wir den Abend beim musikalischen Brunnen in der Marina bei Aperol Spritz gemütlich ausklingen. 🍹

10.Oktober 2026

Palermo – eine Stadt voller Gegensätze

Um 10 Uhr sitzen wir im Hop-on-Hop-off-Bus und schon geht’s los durch die Altstadt von Palermo. Da es gerade regnet, drehen wir zuerst eine komplette Runde und lauschen über Kopfhörer dem Audioguide, der uns einiges über die Stadt erzählt. Erst bei der zweiten Runde steigen wir bei den Sehenswürdigkeiten aus, die uns besonders interessieren: Kathedralen, Theater, Gärten, Märkte und vieles mehr.

Palermo blickt auf eine über 2.700 Jahre alte Geschichte zurück. Phönizier, Römer, Araber und Normannen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die verschiedenen Kulturen prägen bis heute das Stadtbild mit seinen prachtvollen Bauwerken, verwinkelten Gassen und lebhaften Märkten. Überall ist etwas los, es wird gehupt, gerufen und diskutiert. Der Lärm gehört hier genauso zum Stadtbild wie das bunte Treiben auf den Straßen. Palermo ist eine faszinierende Mischung aus orientalischen Einflüssen und italienischem Lebensgefühl.

Bis 17 Uhr nutzen wir diese tolle Möglichkeit, bequem von einem Platz zum anderen zu kommen. An jeder Ecke und auf den Märkten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken. Wir sind also bestens versorgt und lassen uns durch die Stadt treiben.

Palermo hat uns heute unglaublich viel geboten und wir nehmen jede Menge Eindrücke mit. Der etwas bittere Beigeschmack dieser bunten, multikulturellen Stadt ist allerdings der Müll und Dreck, der gefühlt an jeder Ecke herumliegt. Da lernt man die eigene Heimat schon wieder richtig zu schätzen.

Zurück an Bord ist eine Dusche jetzt genau das Richtige. Dringend notwendig und herrlich erfrischend! 😄

09.Oktober 2026

Nur da quer bist wer! ⛵😂

Wie ausgemacht laufen wir heute um 11 Uhr in die Marina ein. Wir funken vorher noch an, aber niemand antwortet. Also ziehen wir ein paar Kreise in der Marina und versuchen es noch mehrmals über Funk. Keiner rührt sich. Nur eine Frage bleibt: Wo ist unser Platz? 🤔

Als wir die Marina schließlich noch einmal über WhatsApp kontaktieren, geht es plötzlich ganz schnell.

Über uns hängt ein Gewitter und der Seitenwind macht die Sache nicht gerade einfacher. Das könnte spannend werden mit unserer trägen 8-Tonnen-Lady! Wir fahren rückwärts in die Box, und genau dann passiert das, was niemand brauchen kann: Der Seitenwind drückt so stark, dass wir den Bug nicht mehr ausgedreht bekommen. Wir landen beinahe quer in der Box, die eigentlich Platz für zwei Boote bietet. Zum Anlehnen ist also auch kein Platz.

Aber einen Vorteil hat es doch, dass Albatros so klein ist: Selbst quer passt sie fast noch hinein! 😅

Der Marinero bleibt völlig entspannt, Roland sprintet von hinten nach vorne und wieder zurück, und ich habe alle Hände voll zu tun, damit uns die Muringleine nicht auch noch ins Wasser fällt. Aber Ende gut, alles gut: Schließlich liegen wir doch richtig in unserer Box.

Heute durften also einmal die anderen das Hafenkino genießen. Das nächste Mal sind wir wieder dran! 😂

Und kaum zu glauben: Wir haben nicht einmal mehr ein Bier an Bord. Dabei hätten wir uns heute mindestens eines verdient! 😉

Also erst einmal anmelden, duschen und in der Marina etwas trinken gehen, bevor wir zum Großeinkauf aufbrechen.

Am Abend gehen wir in der Marina essen und bewundern dabei den wunderschönen Brunnen Fontana Marina. Das ist keine gewöhnliche Fontäne, sondern eine riesige Wasser- und Lichtshow, bei der die Wasserstrahlen im Takt zur Musik tanzen und das Hafenbecken in eine Bühne verwandeln. Die Anlage befindet sich im neuen Hafenviertel Palermo Marina Yachting und wurde 2023 eröffnet. Ein beeindruckendes Schauspiel und ein schöner Abschluss für unseren turbulenten Hafentag! ✨🍷

08.Oktober 2026

Ein ruhiger Tag vor Palermo

Heute früh weht uns der Südwind um die Nase. Es war so warm und ruhig in der Bucht, dass wir es nicht eilig hatten, weiterzufahren. Wir gingen schwimmen, lasen in unseren Büchern und damit wir zumindest eine produktive Tätigkeit vorweisen können, haben wir den Vorfilter unseres Wassermachers gereinigt. Ich denke das Seegras war noch von Kroatien drin. 😂

Am späteren Nachmittag segeln wir langsam in die nur 6 Seemeilen entfernte Ankerbucht bei Palermo, um der Entsalzungsanlage Zeit zu geben, unsere Tanks mit Süßwasser zu füllen. Monika rundet den Abend noch mit selbstgemachten Thunfisch-Bruschette ab. 😋

Für die nächsten drei Nächte haben wir einen Platz in einer Marina in Palermo reserviert. Für morgen sind Gewitter vorhergesagt und wir müssen sowieso einen Großeinkauf im Supermarkt machen. Außerdem wollen wir am Samstag Palermo erkunden.

Die Weiterfahrt gestaltet sich zurzeit allerdings ziemlich schwierig, da die Großwetterlage nicht mitspielt. Immer wieder ziehen von Spanien her massive Tiefdruckgebiete Richtung italienisches Festland und weiter bis nach Kroatien. Dadurch entstehen im Mittelmeer bei Marseille immer wieder Stürme, die unsere Weiterfahrt verhindern.

Wir hoffen, dass sich das bald ändert und wir wieder ordentlich Strecke machen können. ⛵🌊

07.Oktober 2026

⛵ 28 Knoten, Palermo voraus und Besuch von der Guardia di Finanza 

Nach einer sehr unruhigen Nacht mit viel Schwell, der uns die halbe Nacht nur hin und her rollen ließ, starten wir in einen super Segeltag.

Anfangs rauschen wir bei bis zu 28 Knoten Wind auf Halbwindkurs nur so dahin, bis der Wind dreht und uns von achtern schiebt. Bei angenehmer Welle machen wir ordentlich Strecke. Zum Schluss wird der Wind weniger und wir kämpfen uns noch ums Cap.

Schließlich segeln wir bis direkt in unsere Ankerbucht, von der aus wir Palermo schon sehen können. Kaum ist der Anker eingefahren, bekommen wir offiziellen Besuch. Ein Schnellboot der Guardia di Finanza nähert sich uns. Freundlich werde ich aufgefordert, unsere Reisepässe und die Bootspapiere unserer Albatros zu übergeben.

Die freundlichen Beamten nehmen unsere Papiere zur Überprüfung mit an Bord und lassen sich ein Stück von uns wegtreiben. Einige Minuten später nähern sie sich wieder und übergeben mir unsere Dokumente mit den Worten: „Everything is OK, have a nice stay.“

Wir fragen noch höflich, ob wir ein Foto von ihnen machen dürfen, bevor sie wieder wegfahren.

Heute sieht es bis jetzt so aus, als wären wir besser gegen den Schwell geschützt. Hoffentlich wird es eine ruhige Nacht, denn unsere Faszien sind nach der Rollerei von gestern bereits ordentlich gelockert. 😄

06.Oktober 2026

🌧️ Punktgenau vor dem Regen

Wir bleiben heute bis Mittag in der schönen Bucht mit glasklarem Wasser. Als uns um 13 Uhr der Wind um die Nase weht, ist klar: Wir wollen segeln!

Anfangs noch etwas zaghaft, frischt der Wind dann doch auf 10–12 Knoten auf – schön von achtern. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum, aber irgendwie stehe ich immer am Steuer. Vielleicht, weil Roland weiß, dass es mich entspannt und mir einfach großen Spaß macht. 😉

Die Küste Siziliens ist vom Wasser aus wirklich bezaubernd. Mal sind kleine und größere Dörfer in die Hänge gemalt, dann wieder stehen einzelne Häuser verstreut in den Berghängen.

Wir segeln zwar nur 10 Seemeilen, was wir allerdings auch gar nicht vorhatten. Dafür stellen wir uns punktgenau zehn Minuten vor dem Regen vor Anker. Albatros freut sich jedenfalls sehr über die Dusche. 🌧️⛵

Für heute Nacht stehen wir sehr gut in Cocuzzola. Jetzt werden wir noch mit unserem Enkerl Paul telefonieren, der heute seinen 10. Geburtstag hat. Darauf freuen wir uns schon sehr. 🎂❤️

Danach bekriegen wir uns noch ein paar Runden beim Kartenspielen. 🃏😄

05.Oktober 2026

🌬️ Segeln mit Null Wind – geht doch! 😂

Heute haben wir so richtig getrödelt. Was soll die Eile, wenn sowieso kein Wind zu erwarten ist? Und das glatte Meer lädt einfach zum Schwimmen ein. 🏊‍♀️

Um die Mittagszeit verlassen wir den Ankerplatz und motoren ein Stück von der Küste weg. Dann versuchen wir unser Glück mit dem Parasailor. Roland zieht ihn auf und überlässt mir das Segeln. Gar nicht so einfach, bei einem Hauch von Wind so einen riesigen Fetzen zum Stehen zu bringen. Mit viel Gefühl gleiten wir ganz langsam durch die See, für mich ist das Entspannung pur. Wie das überhaupt funktioniert, weiß ich nicht – denn der Windanzeiger sagt jedenfalls null Wind. 😄

Roland kümmert sich inzwischen um den Kühlschrank, der immer wieder mal zickt und natürlich, wenn er ausgebaut ist, einwandfrei läuft. Zitat Roland: „Der will mich wohl verarschen.“ 😂 Wenn sonst nichts zu tun ist, liest er in seinem englischen Krimi weiter. Nebenbei hat er ein gutes Auge für Delfine. Heute kommen sogar zwei zum Greifen nahe an Albatros vorbei. 🐬

Ganze sechs Seemeilen in vier Stunden – haha, das ist wohl eher gemütliches Dahintreiben als Segeln. 😂 Nun ist aber Schluss. Wir motoren noch bis zur Ankerbucht und sind fasziniert von der Kulisse, die uns dort empfängt.

Und etwas Gutes hat das Motoren allemal, denn wenn der Motor läuft, wird unser Warmwasserboiler aufgeheizt. Was somit heißt: Am Abend gibt es heißes Wasser zum Duschen. 🚿😎

04.Oktober 2026

Wo sind denn plötzlich alle?

Heute Morgen geht´s mit dem Beiboot zum Einkaufen in die Marina neben unserem Ankerplatz. Alles ist schnell besorgt und beim Zurückgehen möchte ich noch unseren Müll entsorgen. Kaum werfe ich die dritte Dose in den Mülleimer, werde ich plötzlich lautstark von einem Marina-Mitarbeiter beschimpft. Natürlich auf Italienisch – ich verstehe nur Bahnhof!

Ich erkläre ihm, dass ich ihn nicht verstehe, und frage auf Englisch, wo ich den Müll entsorgen darf. Englisch ist offenbar auch nicht seine Stärke, also schimpft er weiter und deutet die Straße entlang. Ich folge der Richtung, entschuldige mich vorsichtshalber noch ein paar Mal und finde tatsächlich die Müllstation. Zum Glück!

Aber wo ist Roland plötzlich? Der hat sich inzwischen fein aus dem Staub gemacht. 😄

Zurück am Boot geht es weiter die Küste entlang. Heute geht nicht einmal ein Lüftchen, also fahren wir mit niedriger Drehzahl unter Motor.

Nach einer Stunde sind wir plötzlich ganz allein. Kein Boot, keine Menschen an den Stränden – nur wir und Albatros auf spiegelglatter See.

Nach 22 Seemeilen fällt der Anker und der Motor verstummt.

Und das Erste, was wir hören, ist eine Kuh, die irgendwo an Land muht.

Wie cool ist das denn – es gibt doch noch Leben! 🐄

Roland sucht inzwischen alle Wetterdaten zusammen. Vielleicht ist ja irgendwo etwas Wind für morgen dabei.

Wir werden sehen. Bis dahin liegen wir ruhig vor Santo Stefano di Camastra.

03.Oktober 2026

Segeln bekommt Mehrwert

Heute war ein sehr ruhiger Tag. Das größte Highlight war, vermutlich das Tanken. Aber nicht der Tankvorgang an sich, sondern der Dieselpreis! Unsere Albatros schluckt immerhin 130 Liter – und das zum Literpreis von stolzen 2,80 Euro. 😳

Das erinnert uns wieder einmal daran, jeden möglichen Wind auszunutzen, der sich zum Segeln eignet. Und genau das setzen wir heute gleich in die Tat um.

Um 10:15 Uhr holen wir den Anker hoch. Nach dem Tanken haben wir schwache 6 Knoten Wind. Nicht gerade berauschend, aber es lässt sich segeln. Mit Strömung und ohne Welle kommen wir immerhin auf 3 Knoten Fahrt. Also Motor aus und die Ruhe genießen.

Nach Mittag ist dann wie erwartet Schluss mit dem Wind und wir motoren wieder einmal. Währenddessen nutzt Roland die Zeit und entwirrt den Parasailer, der beim letzten Mal ziemlich schlampig eingepackt wurde. Ein paar Leinen werden gekürzt und zum Zeitvertreib entsteht sogar noch ein Softschäkel.

Etwa 2 Seemeilen vor der Ankerbucht bekommen wir tatsächlich noch einmal etwas Wind fürs Vorsegel. Natürlich wird auch dieser sofort ausgenutzt – schließlich kostet der Wind nichts! 😉

Die Ankerbucht ist groß und wir stehen wieder einmal ganz alleine. So kommt wenigstens niemand auf die Idee, sich zu Rolands weltbesten Spaghetti einzuladen, die er nach dem Ankern noch für uns kocht. 😋

02.Oktober 2026

Flaute - also Panorama-TV

Wir haben heute leider komplette Flaute. Und auch für die nächsten Tage scheint Wind 🌬️ Fehlanzeige! Also entscheiden wir uns, unter Motor ein Stück an der nördlichen Küste Siziliens entlangzufahren. Mit gemütlichen 4–5 Knoten tuckern wir dahin, teilweise über ein spiegelglattes Meer.

Eigentlich ist es herrlich entspannt – aber ganz ehrlich: Unter Segel wäre es uns einfach lieber. ⛵

Ja, und was macht man dann so den ganzen Tag? 😄 Ausschau halten, ob uns jemand in die Quere kommt, lesen, mit dem Gucker die Landschaft erkunden, jausnen und einfach entspannen.

Sizilien ist eine einzige Berglandschaft und so beginnen wir irgendwann, den Bergen, die uns an unsere Heimat erinnern, heimische Namen zu geben. Von der Spitzmauer über den Bosruck und den Pyhrgas bis zum Garstner Eck ist alles dabei. 😂⛰️

Gegen 18 Uhr wollen wir in der Marina Portorosa tanken. Doch vor der Einfahrt warten bereits so viele Charterboote, dass wir beschließen, dieses Vorhaben auf morgen zu verschieben.

Also ankern wir ganz entspannt in der Bucht daneben und machen uns ein leckeres Abendessen. 🍝😊

01.Oktober 2026

Scilla – ein Ort wie aus dem Bilderbuch 

Heute Morgen genießen wir den Ausblick auf den schönen Strand, die historische Festungsanlage Castello Ruffo di Calabria mit ihrem Leuchtturm und den grünen Berghang. Ein richtig schöner Anblick zum Frühstück. 😊

Gegen Mittag fahren wir mit dem Beiboot an den Kiesstrand und beginnen von dort aus, das wunderbare Örtchen Scilla zu erkunden. Zuerst geht es die Promenade entlang und dann hinauf – über unzählige Stufen, vorbei an Häusern und durch enge, verwinkelte Gassen. 

Oben angekommen, besichtigen wir die Castello Ruffo di Calabria.

Scilla blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Der Ort wurde schon in der Antike erwähnt und die Festung auf dem Felsen war über Jahrhunderte ein wichtiger Schutzposten. Das heutige Castello Ruffo di Calabria wurde immer wieder verändert und thront noch heute über Scilla – mit seinem Leuchtturm als weithin sichtbarem Wahrzeichen. 🏰🌊

Die Aussicht von hier oben ist grandios! Der Blick in alle Richtungen ist faszinierend und natürlich schauen wir auch noch einmal hinunter auf die Straße von Messina, die wir erst gestern durchquert haben. 🌊⛵

Nun geht es bergab auf die andere Seite unserer Bucht – und ohne zu übertreiben: Hier ist es noch einmal schöner! ❤️

Die kleinen Gassen, Bars, Cafés und Souvenirläden laden überall zum Verweilen ein – was wir natürlich auch ausgiebig machen. 😄🍻 Die Häuser stehen dicht am Wasser, die schmalen Gassen führen zwischen ihnen hindurch und überall gibt es etwas zu entdecken.

Irgendwann müssen wir dann aber doch wieder los. Und natürlich geht es wieder aufwärts. 🥵 Mit etwas erhöhtem Puls sind wir schließlich wieder oben angekommen und erkunden den Ort noch weiter – so wie die Kirche, und die Piazza San Rocco.

Bei einem Kaffee ☕ lassen wir einfach das bunte Treiben rund um uns auf uns wirken. Noch einmal genießen wir die fantastische Aussicht, bevor es schließlich wieder zurück zur Albatros geht. ⛵️

Scilla ist allemal einen Besuch wert! ❤️ Badesachen nicht vergessen, das Wasser ist einfach traumhaft klar und lädt geradezu zum Hineinspringen ein. 🏊‍♀️🌊

Für uns war es ein wunderschöner Tag mit unglaublich vielen Eindrücken, über die wir noch weiter an Bord plaudern und niederschreiben. 😊⛵️❤️

30. September 2026

Die Straße von Messina – Fähren, Strömung und 9 Knoten 

Heute Nacht hatten wir leider ordentlich Schwell am Ankerplatz. Dabei kommt die Wellenbewegung nicht unbedingt vom aktuellen Wind, sondern kann durch weiter entfernte Wellen oder Dünung entstehen, die in die Bucht hineinläuft. Das sorgt vor allem dafür, dass Albatros ständig hin und her rollt und für eine schlaflose Nacht😵‍💫

Unsere Rockerstopper können dieses unangenehme Rollen zwar nicht verhindern, aber sie dämpfen es ganz erheblich. 😌 So war die Nacht ganz erträglich.

Bevor wir Anker auf gehen, springen wir aber noch eine Runde ins glasklare Wasser. Dass Monika schon eine Stunde geschwommen ist, bevor ich aufstand, hab ich gar nicht mitbekommen. Sie umkreiste wie ein Hai das Schiff. 🦈😂

Heute steht eine anspruchsvolle Etappe an: Wir fahren durch die Straße von Messina. 🌊⛵️ Nicht nur der extreme Schiffsverkehr ist eine Herausforderung, wir waren regelrecht von Fähren umzingelt! ⛴️⛴️⛴️ So viele auf einem Haufen habe ich wirklich noch nie gesehen. Alle paar Minuten kam die nächste Fähre vorbei.

Aber auch die Strömung in der Straße von Messina hat es in sich. Sie kann bis zu 6 Knoten betragen. Und wenn man bedenkt, dass wir unter Vollgas gerade einmal 6 Knoten fahren, würden wir bei Gegenströmung praktisch auf der Stelle stehen. 😳 Deshalb muss das Timing passen – und bei uns passt es genau!

Um 17 Uhr kippt die Strömung und wir werden plötzlich immer schneller. 🚀 An der Engstelle fliegen wir mit bis zu 9 Knoten Richtung Ankerplatz. Was für eine Fahrt! 😅

Um 19 Uhr lassen wir den Anker in Scilla fallen. ⚓️ Geschafft! Die Straße von Messina liegt hinter uns und wir können den Abend gemütlich ausklingen lassen. Natürlich mit Rocker-Stopper. 😊🌅

29. September 2026

💤 Geschlafen wie ein Stein – und das gleich zu zweit 😄

Wir haben geschlafen wie ein Stein – also Steine, wir sind ja zu zweit! 😂😂 Von 22 Uhr bis 7:30 Uhr durchgeschlafen. Das schafft man in den Wechseljahren normalerweise nicht! 🤣🤣

Eigentlich wollten wir gegen 10 Uhr los, aber der Plan ging – wie so oft – nicht ganz auf. Dieses Mal war die Zeitverzögerung allerdings eine besonders schöne und vor allem sehr unterhaltsame. 😊

Ein sehr nettes und sympathisches Seglerpärchen, Bernadette und Max, klopfte nach dem Frühstück bei uns ans Boot und stellte sich vor. Aus einem kurzen Kennenlernen wurde eine richtig nette Unterhaltung und plötzlich hätten wir fast die Zeit übersehen. Die beiden sind gerade auf der Rückreise von fast genau der Tour, die wir noch vor uns haben. Also wurde geplaudert und geplaudert. 😄⛵

Wir sind dankbar für die vielen Tipps, Erzählungen und Informationen, die wir von den beiden bekommen haben. Besonders mir machen ihre Erfahrungen Mut, dieses Abenteuer wirklich zu bestreiten. ❤️

Bevor es dann endgültig losgeht, bekommt Albatros noch eine ordentliche Süßwasserdusche. 🚿⛵

Gegen Mittag legen wir endlich ab und können tatsächlich wieder einmal mit Halbwindkurs segeln – beide Segel raus! ⛵💨 Das macht richtig Spaß. Albatros zieht schön durch die Wellen und wir genießen es, unter Segeln unterwegs zu sein. 😎

Wie auf den Punkt genau nach Wetterbericht ist um 16 Uhr Schluss mit dem Wind. 😂 Eine Zeit lang denken wir noch: „Das stehen wir aus, bis 18 Uhr wird das schon gehen.“ Tja … nein. Haben wir nicht! 🤣

Irgendwann wird es uns einfach zu blöd. Das ständige Schlagen der Segel nervt nach einer gewissen Zeit gewaltig und so starten wir den Motor. 🫣

Rasen können wir zwar auch nicht, denn die Strömung ist gegen uns, aber wir kommen gemütlich und angenehm voran.

Um 22:30 Uhr fällt schließlich der Anker in der Bucht von Bova Marina auf Sand. ⚓️🌙

Jetzt noch ein Ankerbier 🍻 und danach kommen die Rocker-Stopper raus, damit Albatros bei dem Schwell etwas ruhiger liegt.

 

28. September 2026

26 Stunden – 132 Seemeilen ⛵💪😎

Die restliche Nacht verläuft ohne weitere Schrecksekunden. Da der Wind aber weiter auffrischt, machen wir das Segel nochmals etwas kleiner.

Und wie soll es anders sein: Am Morgen schläft der Wind dann fast komplett ein und die noch immer sehr unruhige See schaukelt die Albatros ordentlich hin und her. 🌊😵‍💫

Nichts desto trotz werden wir mit einem wunderschönen und sehr eindrucksvollen Sonnenaufgang belohnt. 🌅❤️

Wir holen abwechselnd etwas Schlaf nach und kommen dann am Abend gegen 18 Uhr in der Marina Porto delle Grazie an.

Erst beim Anbringen der Fender sehe ich, dass sich zwei Meeresbewohner auf unser Boot verirrt haben. 😄

Wir legen am Fingersteg an und gönnen uns nach stolzen 132 Seemeilen in 26 Stunden erst einmal ein wohlverdientes Anlegerbier. 🍻⛵

Danach heißt es – wie schon bekannt – nach einer Nachtfahrt: „Saustall“ unter Deck aufräumen! 😂🧹

27. September 2026

Warten auf den richtigen Wind – und dann wird’s spannend 🌬️⛵

Monika war gestern Abend noch kreativ und hat auf die Tasche der Bergeschlaufe unser Logo sowie die Zugangsdaten zu unserem Blog und Instagram geschrieben. 😊

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Alexander, unserem Bruder und Schwager, für das so tolle Logo bedanken! ❤️

Ein riesengroßes Dankeschön geht auch an unsere jüngste Tochter Nina, die unseren Instagram-Account @reisis.reisen so toll hostet! 🥰❤️

Heute warten wir noch, bis der Wind etwas nachlässt, der uns momentan ordentlich an die Mole drückt. Wir haben soweit alles vorbereitet und sind abfahrbereit. ⛵

Also nutzen wir die Zeit, um uns noch ein wenig die Füße zu vertreten. Eine Runde führt uns wieder zur schönen Bar Mazu, wo wir bei einem Getränk die herrliche Aussicht genießen. 🍹🌊☀️

Um 15:30 Uhr nutzen wir die kurze Windpause und legen ab. Alle Fender und Leinen sind verstaut und los geht’s! Mit gesetztem Vorsegel segeln wir entlang der Stiefelsohle. ⛵🇮🇹

Die Wellen sind noch sehr hoch und der Wind kommt mit 10 bis 15 Knoten genau von schräg hinten. So eiern wir bis in die Nacht hinein – mit einem Speed von 6 bis 8 Knoten. 🌊💨

Monika übernimmt die erste Wache und um 23 Uhr holt mich plötzlich ein lauter Schrei aus dem Schlaf. 😳

Jetzt erzählt Monika weiter:

Es lief eigentlich alles sehr gut. Der Wind legt immer mehr zu und ich habe ordentlich zu tun, die Windsteueranlage immer wieder so auszurichten, dass sich die Fahrt halbwegs angenehm anfühlt.

Plötzlich fährt eine Böe mit 23 Knoten durch und eine richtig große Welle verschiebt die Albatros im gleichen Moment nach Steuerbord. Das festgeschraubte Hauptruder macht sich selbstständig und dreht ebenfalls nach Steuerbord. Die Windsteueranlage hat da natürlich auch nicht mehr mitgespielt.

Albatros beschleunigt von einer auf die andere Sekunde und ich sehe nur noch weiße Gischt vor mir. 😳🌊

Ich war so erschrocken, dass ich nur noch einen lauten Schrei von mir geben konnte. 😱

Zum Glück war Roland sofort zur Stelle und die Situation schnell wieder unter Kontrolle. Wir haben die Segel etwas kleiner gerefft und danach ging es weiter durch die Nacht. 🌙⛵✨

26. September 2026

😈 Dem Teufel auf der Spur – hinein in seine Höhle

Heute Morgen bläst uns der Wind ordentlich um die Ohren, sodass wir unter Deck frühstücken. 🌬️☕ Irgendwie ungewohnt, denn bisher gehörte das Frühstück draußen einfach zum Start in den Tag. Aber heute ist es definitiv zu frisch und windig dafür.

Wie schon angekündigt, besichtigen wir heute den westlichen Teil von Santa Maria di Leuca. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zur Grotta del Diavolo – heute beide in festem Schuhwerk. Sie ist die einzige der zahlreichen Grotten, die man hier auch zu Fuß erkunden kann, alle anderen sind nur mit dem Boot erreichbar. Aber wir wollen uns ja schließlich bewegen. 😉

Die Grotte ist auf jeden Fall sehr beeindruckend und wir verbringen viel Zeit in und rund um die Höhle. Ihren Namen, also „Teufelshöhle“, verdankt sie den unheimlichen Geräuschen, die bei starkem Seegang früher aus der Grotte drangen. Die Menschen glaubten, der Teufel würde hier sein Unwesen treiben. Noch viel spannender ist aber ihre Geschichte: Bei Ausgrabungen wurden Werkzeuge, Knochen und Keramik gefunden, die zeigen, dass die Höhle bereits in der Jungsteinzeit von Menschen genutzt wurde. Wir stehen also an einem Ort, an dem schon vor tausenden Jahren Menschen Schutz gesucht haben. 👣

Roland übt sich dabei fleißig in der Fotografie mit der neuen Kamera, die wir von unseren Kindern zum 50er bekommen haben. 📷 Da gibt es schließlich einiges auszuprobieren!

Auf dem Rückweg gibt es noch ein Eis 🍦 und einen Abstecher zum Mini-Market, bevor wir gegen 17 Uhr wieder bei unserem Boot ankommen. Den Staub und Schweiß des Tages spülen wir dann mit einem Sprung ins Meer ab. 🌊 Das Wasser ist selbst hier an der Mole glasklar und lädt geradezu zum Hineinspringen ein.

Danach noch eine Dusche mit Shampoo und Süßwasser – und wir fühlen uns wieder richtig frisch und sauber. 😊

Jetzt überlegen wir noch, wie es morgen weitergeht. Für heute genießen wir einfach noch den Abend und freuen uns auf eine weitere ruhige und sichere Nacht an der Mole. 😴

25. September 2026

Santa Maria di Leuca – Zwischen zwei Meeren

Heute erkunden wir den ersten Teil von Santa Maria di Leuca. Zuerst erledigen wir noch ein paar Kleinigkeiten an Bord und räumen unseren „Saustall“ auf, den wir nach der langen Nachtfahrt hinterlassen haben. So eine Nacht auf See hinterlässt eben ihre Spuren. 😄

Die ersten kräftigen Windböen ziehen bereits durch den Hafen und ich kontrolliere noch einmal unsere Fender und Leinen. Alles passt und Albatros liegt gut und sicher an der Mole. Also können wir beruhigt losgehen.

Unser erstes Ziel ist der Leuchtturm und die Basilica Santuario di Santa Maria de Finibus Terrae – übersetzt etwa „Maria am Ende der Erde“. Über eine steile Steintreppe geht es hinauf. Oben angekommen, haben wir einen tollen Blick über Santa Maria di Leuca und hinaus aufs Meer.

In der Basilika ist die Jungfrau Maria, sie wird auch „Madonna der zwei Meere“ genannt. Denn genau hier treffen die Adria und das Ionische Meer aufeinander. Für uns als Segler natürlich ein ganz besonderer Ort.

Für den Rückweg nehmen wir den Kreuzweg. Die einzelnen Stationen sind mit eindrucksvollen Bronzefiguren gestaltet und begleiten uns den Weg hinunter.

Unten angekommen, machen wir noch einen Abstecher in eine Bar. Bei einem Getränk haben wir einen schönen Ausblick über den Hafen, bevor wir schließlich in einer Pizzeria unseren mittlerweile ordentlich angewachsenen Hunger stillen.

Morgen nehmen wir uns dann den Ort selbst vor und erkunden Santa Maria di Leuca noch ein bisschen genauer.

24. September 2026

Am Absatz des italienischen Stiefels

Die Nacht geht zu Ende, der Tag beginnt. Um 6 Uhr ist Schichtwechsel. Die Segelstellung wird noch einmal geändert und für mich heißt es erst einmal: schlafen.

Roland genießt wie immer den Sonnenaufgang, den er am Meer so liebt. Um 10 Uhr bin ich wieder wach, weil es in der Kajüte bereits ordentlich warm wird. Also raus aus den Federn, frischen Kaffee machen und gemeinsam die letzten Meilen für heute zurücklegen.

Insgesamt haben wir eine gute Strecke von 131 Seemeilen geschafft. Unser Ziel für heute ist Santa Maria di Leuca. Dort legen wir an der Mole an – was für eine coole Fahrt!

Und damit sind wir am Absatz des italienischen Stiefels angekommen. Santa Maria di Leuca liegt ganz im Süden Apuliens, dort, wo die beiden Meere – Adriatisches und Ionisches Meer – aufeinandertreffen. Ein schöner Meilenstein auf unserer Reise und definitiv ein guter Grund, heute ein bisschen stolz auf die zurückgelegten Meilen zu sein. ⛵🇮🇹

23. September 2026

Der Wind schiebt uns weiter

Um 11:45 Uhr legen wir in der Marina NauticaRanieri ab, mit dem Wissen, dass noch Böen mit bis zu 25 Knoten und eine unruhige See auf uns warten. 

Die ersten drei Stunden stehe ich am Steuer, um mich an die für mich doch sehr schaukeligen Bedingungen zu gewöhnen. Als meine Füße müde werden, übernimmt die Windsteueranlage. Mir wird durch die Schaukelei etwas unwohl und nachdem Roland mir eine Suppe serviert hat, lege ich mich erst einmal hin.

Roland macht das alles überhaupt nichts aus. Er erledigt unter Deck seine Sachen und balanciert dabei herum, als wäre das völlig normal. Nur den Toilettengang kann er leider nicht für mich übernehmen – und das ist echt nervig, wenn es so schaukelt. 😅

Um 1 Uhr morgens fühle ich mich wieder fit und löse Roland ab. Er freut sich, dass ich bis 6 Uhr durchhalte und er dadurch ausreichend Schlaf bekommt.

Während ich zwischen Fischfarmen und Fischerbooten unseren Weg suche, macht der Wind zwischendurch Pause, kommt dann aber wieder zurück und schiebt uns mit bis zu 7 Knoten durch die See.

22. September 2026

 Bari – ein Tag voller Eindrücke

Also, ich muss euch einfach sagen, wie gut wir heute geschlafen haben – ein Traum! 😴

Wir kaufen uns ein Tagesticket für den Bus und fahren gegen Mittag zur Laundry, um unsere Wäsche zu waschen. Die Wartezeit nutzen wir gleich zum Einkaufen. Danach geht es mit dem Bus wieder zurück zur Albatros, alles verstauen, Wäsche aufhängen und schon sitzen wir wieder im Bus – diesmal Richtung Altstadt von Bari.

Die Altstadt ist unserer Meinung nach auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders rund um die Basilika San Nicola wird die Geschichte der Stadt spürbar. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und ist dem heiligen Nikolaus gewidmet, dessen Reliquien seit 1087 hier aufbewahrt werden. Der Heilige Nikolaus ist übrigens nicht nur der Schutzpatron von Bari, sondern auch das Vorbild für den heutigen Nikolaus.

Bis zum Abend schlendern wir durch die engen, verwinkelten Gassen, machen Fotos und lassen einfach die besondere Atmosphäre auf uns wirken. Mit vielen neuen Eindrücken kommen wir schließlich wieder zurück zur Albatros.

Der Wind pfeift inzwischen ordentlich durch die Marina und bestätigt uns einmal mehr in unserer Entscheidung, hier im Hafen abzuwarten, bis sich der starke Nordwind wieder beruhigt. Es wird uns auf unserer Reise noch oft genug erwischen, wenn wir durch stürmische und aufgewühlte See müssen. Solange unser Zeitplan passt, können wir es schließlich gemütlich angehen. 😉

21. September 2026

 🌬️ Albatros versteckt sich vor dem Wind ⚓️

Heute Morgen laufen wir in Bari ein und müssen uns erst einmal orientieren, wo wir mit unserer Albatros überhaupt einen Platz finden. Bei der Suche bekommen wir schließlich Unterstützung von einem netten Tankwart, der uns zeigt, wo wir anlegen können. Kurz darauf hängen wir auch schon an der Muring. ⚓️

Alles wird noch ordentlich verzurrt, denn der angekündigte kräftige Wind steht bereits vor der Tür. Ich sag jetzt lieber nicht, wie spät es war … 😇 Aber ein Anlegerbier haben wir uns trotzdem gegönnt. 🍺Schließlich haben wir 106 sm hinter uns!

Danach erledigen wir die Formalitäten, tauschen unsere Gasflasche aus und machen erst einmal klar Schiff. Und dann? Dann wird eine Runde geschlafen. 😴

Das freie WLAN wird natürlich auch gleich ausgenutzt und so vergeht der restliche Tag ganz gemütlich. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eines: eine Pizza in Bari! 🍕

20. September 2026

 Unter Segeln Richtung Bari


Wenn es nachts am Boot quietscht, klopft oder knarzt, kann das einem schon den Schlaf rauben. Das Klopfen der Boje lässt sich meistens nur für kurze Zeit beheben und an die anderen Geräusche müssen wir uns wohl einfach gewöhnen. Besonders dann, wenn kaum Wind geht und das Boot im Schwell schaukelt. Naja … soll’s Schlimmeres geben. 😉

Um 10 Uhr verlassen wir San Domino und von da an wird gesegelt. Vorsegel, Großsegel und Parasailor – an diesem Tag kommt alles zum Einsatz. Der Wind lässt uns nicht im Stich und so kommen wir gut voran. Wir segeln vorbei an Vieste, das sich vom Meer aus besonders beeindruckend zeigt. Die historische Altstadt thront auf einem Felsvorsprung direkt über der Adria und bietet vom Wasser aus einen tollen Anblick. Besonders schön ist auch der Faro di Vieste, der markante Leuchtturm auf dem kleinen Inselchen Santa Eufemia direkt vor der Stadt. ⚓️

Langsam geht es hinein in die Nacht und die erste Wache übernehme ich. Roland schläft inzwischen, ist aber jederzeit abrufbereit, wenn ich ihn brauche. Bis 1 Uhr nachts bin ich fit, dann tauschen wir und Roland übernimmt die Wache.

Für ihn geht es unter etwas schwierigeren Bedingungen weiter Richtung Bari. 🌊⛵

19. September 2026

San Domino - aus einem Spaziergang wird eine Wanderung

 Das angesagte Gewitter entlädt sich erst heute Morgen gegen 5 Uhr und hält bis etwa 8 Uhr an. Wir stehen dabei perfekt bei rund 30 Knoten Wind und es kommt kaum Welle auf. 

Um die Mittagszeit verlangen meine Füße nach Bewegung. Also setzen wir mit dem Beiboot zur Insel San Domino über für einen Spaziergang. Roland natürlich – wie könnte es anders sein – in seinen Flip-Flops.  Bei ihm sind die mittlerweile so etwas wie festes Schuhwerk. Egal ob Spaziergang, Wanderung oder vermutlich auch Bergtour – Roland geht einfach überall in Flip-Flops hin.  Ich dagegen habe meine Turnschuhe an und habe ihn noch gefragt, ob er nicht lieber die Salomon anziehen möchte. 

Ganze vier Stunden wandern wir über die Insel, durch den herrlichen Pinienwald, vorbei an Felsen und immer wieder mit traumhaften Ausblicken auf das tiefblaue Meer. Der Duft der Pinien und die wunderschöne Landschaft machen die Wanderung einfach perfekt. 

Irgendwann meint Roland, dass wir langsam wieder umdrehen könnten. Aber da hat er die Rechnung ohne meinen Sturkopf gemacht!  Ich will die Grotta Viole unbedingt sehen und gebe nicht auf, bis wir sie schließlich finden. Und spätestens beim Anblick der Grotte ist klar: Es hat sich gelohnt! 

Am Hafen wieder angekommen gönnen wir uns ein großes Bier mit 66 cl  und schauen den großen Fähren beim Ablegen zu.

Zurück an Bord gibt es noch leckeren Couscous-Salat und danach wird der Tagebucheintrag geschrieben – natürlich mit vielen schönen Fotos. 

Dieser Tag war einfach wunderbar und genial👌❤️

18. September 2026

Vom Traumtag zur Nachtschicht 

Hatten wir gestern doch erzählt, was für ein schöner Tag das war. Aber ein Tag hat 24 Stunden – und da hat sich noch richtig was abgespielt!

Unser Tagebucheintrag war fertig, ich verräume gerade den Laptop und Roland kontrolliert noch einmal die Leinen an der Muring. Plötzlich schauen wir uns an – wir haben beide denselben Gedanken: Der Wind hat gedreht!

Und zwar um 180 Grad, aus heiterem Himmel und bei sternenklarer Nacht. Innerhalb von fünf Minuten haben wir in unserer geschützten Bucht bis zu 30 Knoten Wind und plötzlich bauen sich ordentliche Wellen auf. Albatros schaukelt und stampft, an Losmachen und Wegfahren ist überhaupt nicht zu denken. Das Risiko, ins Seichte oder an die Felsen gedrückt zu werden, wäre viel zu groß.

Also heißt es: Durchhalten! Gemeinsam mit fünf anderen Booten an den Bojen warten wir, bis der Spuk vorbei ist.

Aus dem Spuk wird allerdings eine Nachtschicht. Wir können uns nicht daran erinnern, jemals so schlecht gestanden zu sein.Und bevor jemand denkt wir würden Wetterberichte oder Wetter-Apps nicht anschaun: Natürlich tun wir das. Dieses Wetterphänomen war schlichtweg nicht vorher zu sehen.😳

 Dreimal wagt sich Roland nach vorne, um die Leinen zu kontrollieren, und auch das Beiboot muss zwischendurch neu verzurrt werden. Natürlich nur mit Schwimmweste und angeleint versteht sich.

Um 2 Uhr morgens kommt Roland von seiner Kontrolle zurück und berichtet, dass unser Bugspriet die Nacht nicht überlebt hat. Bei den bis zu drei Meter hohen Wellen dürfte sich die Leine zur Boje beim Eintauchen in die Welle am Bugspriet verfangen haben. Unsere acht Tonnen Albatros haben dann den Rest erledigt.

Ein Schaden, der schmerzt, aber repariert werden kann.

Um 7 Uhr beruhigen sich Wind und Wellen endlich ein wenig. Roland löst vorne die Leinen und ich fahre Albatros aus der Bojenbucht. Hinter dem Wellenbrecher ist es wesentlich ruhiger und wir machen erst einmal einen Kaffee. ☕️

Danach schauen wir uns den Schaden genauer an und beginnen gleich mit dem Abbau von Anker und Bugspriet.  Jetzt hoffen wir, dass wir in der nächsten Marina jemanden finden, der uns das Ganze wieder repariert.

Der restliche Tag verläuft Gott sei Dank entspannt. Wobei der Blick zum Himmel sagt:

Das nächste Gewitter kommt bestimmt! ⛈️😑

17. September 2026

**San Nicola – ein lohnender Landgang **

Noch vor dem Frühstück verlegen wir unsere Albatros in ein anderes Bojenfeld, denn ab heute ist Scirocco angesagt. 🌬️ Da wollen wir lieber etwas geschützter liegen.

Gegen Mittag brechen wir mit dem Beiboot zur Inselerkundung auf. Es geht zunächst steil einen alten Wehrgang hinauf bis in die innere Burg. Anfangs sind noch viele Menschen unterwegs, die mit den schnellen Fähren vom Festland herüberkommen. Wir spazieren durch den kleinen Ort und genießen immer wieder den herrlichen Ausblick über das Meer. 🌊

San Nicola blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im 9. Jahrhundert gründeten Benediktinermönche hier ein Kloster, das später zu einer mächtigen Festungsanlage ausgebaut wurde. Die imposante Abtei Santa Maria a Mare und die Befestigung prägen die Insel bis heute. 🏰

Ein großer Teil der historischen Anlage ist leider ziemlich verfallen. An allen Ecken und Enden wird fleißig restauriert. 🔨🏰 Allerdings denken wir, dass es wohl noch einige Jahre dauern wird, bis hier alles wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Wir machen noch einen wunderschönen Spaziergang über das Plateau, bevor wir schließlich umkehren. Inzwischen sind die letzten Fähren abgefahren und bis auf ein paar Einheimische sind wir fast alleine im Ort. Plötzlich wirkt alles noch viel beeindruckender und irgendwie mystisch.

Wir gönnen uns noch ein Getränk in einer kleinen Bar und machen uns anschließend auf den Rückweg zur Albatros. 🍻

Anfangs bläst noch kräftiger Ostwind danach dreht er auf Süd wie vorhergesagt. Doch mittlerweile ist es wieder ganz ruhig. Perfekt also, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen – und endlich die liegen gebliebenen Tagebucheinträge nachzuholen. ✍️😊

16. September 2026

Wir queren die Adria

Die Nacht hatte einiges zu bieten: ständig wechselnde Bedingungen – mal ordentlich Wind, dann wieder fast zu wenig – und dazu eine ziemlich unangenehme Welle. Trotzdem kamen wir ganz gut vorwärts.

Die Schaukelei setzte Monika allerdings etwas zu, sodass ich kurzerhand die komplette Nachtwache übernahm. Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang am Meer waren meine Augen dann aber der Meinung, dass es jetzt wirklich genug war.  Also musste Monika die Wache übernehmen und ich durfte ins Bett.

Nach ungefähr drei Stunden Schlaf war ich wieder fit und wir konnten den restlichen Tag bei herrlichem Wetter und schönem Wind genießen. 

Etwa drei Stunden vor unserem Ziel, der Insel San Nicola, verabschiedete sich dann leider der Wind. Also hieß es: Motor an für die letzten paar Meilen.

An einer Boje vor der beeindruckenden Festungsinsel machen wir schließlich fest. Noch schnell etwas essen, im Meer abkühlen und dann ab ins Bett. Nach dieser langen Nacht dauerte es nicht lange, bis wir beide in einen tiefen und wohlverdienten Schlaf gefallen sind. 😴🌊

15. September 2026

Hurra das Paket ist da 📦

Endlich hat die Warterei ein Ende! 📦🎉

Unser Paket ist endlich da! Freudig nehmen wir das langersehnte Ersatzteil in Empfang und machen uns sofort an den Einbau am Boot. Keine halbe Stunde später läuft der Wassermacher wieder einwandfrei. 💦👍 Was für eine Erleichterung!

Damit ist auch schnell die nächste Entscheidung getroffen: Wir fahren los! Der lange Schlag Richtung Italien steht an. ⛵️

Um 13 Uhr geht der Anker auf. Mit dem Motor fahren wir nur kurz aus der Bucht, denn kaum sind wir draußen, können wir bereits die Segel setzen. Der Wind passt und wir kommen gut voran.

Vor uns liegt eine richtig lange Etappe. Wir werden die ganze Nacht durchsegeln und auch am nächsten Tag noch einige Stunden unterwegs sein, bevor wir italienischen Boden erreichen. 🌙⛵️

14. September 2026

Ein Paket, das nicht kommen mag! 📦😤

Ein Paket, das nicht kommen mag! 📦😤

Heute stehen wir etwas früher auf und fahren in die Marina, damit wir den DHL-Boten ja nicht verpassen. 

Doch nach einigen Stunden Warten dann die Ernüchterung: Kein DHL, kein Paket. 📦❌
Also wieder telefonieren, wieder nachfragen und wieder vertröstet werden. Die nächste Hoffnung ist nun morgen. Wobei unser Paket eigentlich schon zweimal in Sukošan war und jedes Mal wieder zurück nach Zadar gereist ist.  So langsam scheint es mehr von Kroatien zu sehen als wir!

Uns bleibt also nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge abzuziehen. Wir gehen noch Lebensmittel einkaufen, fahren zurück zum Boot und vertreiben uns den restlichen Nachmittag mit Kartenspielen. 

Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es morgen endlich klappt und unser reiselustiges Paket tatsächlich bei uns ankommt! 🍀📦🤞

13. September 2026

🔔 6 Uhr Geläut und 6 mm Schnitt 💇‍♂️😂

Um 06:00 Uhr läuten in Sukošan mindestens fünf Minuten lang die Kirchenglocken. Ein wunderschönes Geläut – aber warum man dafür jeden Sonntag um 6 Uhr geweckt werden muss, erschließt sich uns nicht ganz. Wir ziehen uns jedenfalls die Decke über den Kopf und schlafen weiter.

Wir hatten einen gemütlichen Bordtag mit Schwimmen und Lesen. Roland hat sich endlich wieder seinen Bart rasiert und gleich noch den Friseur an Bord besucht. Praktisch so ein 6-mm-Haarschnitt – da kann man beim Friseur nicht viel falsch machen.

Ach ja, eine Kleinigkeit haben wir dann doch noch erledigt: Unser Windrichtungsanzeiger war verdreht und zeigte den Wind nicht ganz aus der richtigen Richtung an. Also musste Roland rauf in die Mastspitze und ihn neu ausrichten. Natürlich wurde er von mir gesichert. Die ganze Angelegenheit war nach 15 Minuten erledigt.

Nach dieser körperlichen Höchstleistung mussten wir uns natürlich erst einmal ausgiebig erholen – bei einem wohlverdienten Bier. So ein Arbeitseinsatz darf schließlich nicht unterschätzt werden.

12. September 2026

Einmal Waschen, zweimal Bier 🧺🍺

Heute sind wir gegen Mittag in die Marina Sukošan gefahren – in der Hoffnung, dass DHL endlich unser Ersatzteil geliefert hat. Leider Fehlanzeige. Also haben wir kurzerhand beschlossen, aus dem Samstag einen Waschtag zu machen.

Mit einem Sack Schmutzwäsche schlenderten wir durch die Marina zur Laundry. 10 Euro für eine Trommel Wäsche … naja 😉 Da kommt’s auf zwei Bier beim Warten auch nicht mehr drauf an. Aber ganz ehrlich: Bei dem Ausblick an der Strandbar mutiert sogar mein Mann zum Waschbären. 😄

Am Nachmittag zurück an Bord, bekamen wir Besuch von drei ganz lieben Bootsnachbarn, denen unsere Albatros so gut gefiel, dass sie kurzerhand zur Bootsbesichtigung an Bord kamen. Wir plauderten eine Weile über Albatros und unser Vorhaben und verabschiedeten sie mit einem Stamperl von meinem selbst gemachten Zirbenschnaps.

Danach wurde rund ums Boot die Wäsche aufgehängt – und eine Stunde später schon wieder trocken abgenommen. So schnell kann’s gehen! Während wir noch lesen, schaukelt sich Albatros gemütlich in den Sonnenuntergang.

11. September 2026

Party oder Gewitter?

Es ist die Frage aufgekommen, ob wir gestern Party hatten, als manche unseren Tracker angeschaut haben. Könnte man fast glauben – unsere Spur schaut tatsächlich ein bissl danach aus. In Wirklichkeit hat es die ganze Nacht wieder ordentlich gewittert und der Wind hat dabei ständig gedreht, sodass wir durch sämtliche Himmelsrichtungen geschickt wurden. Der Anker hat aber bombenfest gehalten.

Am Vormittag haben wir das Beiboot ins Wasser gelassen und den Mercury gestartet. Er schnurrt wie ein Kätzchen – da haben wir wirklich gute Arbeit geleistet.

Mittags ging’s zum Postamt, um unser Paket mit dem sehnsüchtig erwarteten Ersatzteil abzuholen. Wie aus der Sendungsverfolgung bereits ersichtlich und von uns fast befürchtet, hat das natürlich nicht geklappt. DHL hat das Paket wieder nach Zadar mitgenommen. Die kroatische Post nimmt DHL-Sendungen nämlich nicht an. 🤦‍♀️ Die Firma Maritimo kümmert sich nun darum und schickt das Ersatzteil direkt an die Marina in Sukošan. Hoffentlich klappt’s diesmal – wir bleiben vorsichtig optimistisch.

Also verbringen wir den Nachmittag im netten Sukošan. Ein kleiner, gemütlicher Ort direkt am Meer, mit engen Gassen, alten Steinhäusern, Palmen und jeder Menge Cafés. Hier ticken die Uhren offensichtlich etwas langsamer – genau das Richtige nach unserem kleinen DHL-Abenteuer.

Am Abend drehen wir noch eine Runde mit unserem Beiboot und finden dabei das neu gekaufte Boot von Hannes und Bianca an der Boje – ein richtig schnittiger Bayliner.

10. September 2026

Gewitter, Impeller & gemütlicher Nachmittag

Letzte Nacht kam dann doch noch das angekündigte heftige Gewitter. Gegen 22 Uhr rollte eine ordentliche Druckwalze mit ca. 34 Knoten Wind über uns hinweg, begleitet von Blitz und Donner. Sicherheitshalber haben wir den Motor gestartet und bis ca. 23:30 Uhr Wache gehalten. Danach wurde es wieder ruhiger und ging in Dauerregen über.

Heute etwas länger ausgeschlafen, waren wir dem entsprechend später beim Impellerkauf – aber es ging sich tatsächlich auf die Minute aus, dass wir vor dem nächsten Gewitterregen wieder an Bord waren.

An das Einbauen von Impeller war zunächst nicht zu denken. Es blitzte und schüttete so heftig, dass man kaum 10 Meter weit sehen konnte. Also haben wir sicherheitshalber einmal alles an Beleuchtung eingeschaltet, was ein Boot so hergibt. Man will ja schließlich gesehen werden. 😉

Als der Spuk vorbei war, wurde der restliche Nachmittag noch richtig gemütlich: schwimmen, lesen, kochen und essen –  Der Motor ist inzwischen wieder zusammengebaut, testen werden wir ihn aber erst morgen. 

Momentan ist es ruhig, nur gelegentlich hört man noch ein Donnergrollen in der Ferne. Der Regen stört uns bei den Temperaturen nicht –  und Albatros freut sich über eine Süßwasserdusche.

09. September 2026

Kampf den Gelsen und dem Rost

Die Nacht war leider alles andere als erholsam – unsere Kajüte wurde zum Gelsen-Hotspot. Trotz Moskitonetz schafften es die kleinen Plagegeister irgendwie zu uns herein, nur keine Ahnung wo. Erst in den frühen Morgenstunden hatten wir alle erwischt und konnten noch ein bisschen Schlaf nachholen.

Unser Ersatzteil für den Wassermacher ist aus Neapel unterwegs, wird aber wohl noch etwas brauchen. Langweilig wird uns trotzdem nicht: Heute war das Service vom Beibootmotor dran. Der braucht dringend einen neuen Impeller, damit das Kühlwasser wieder läuft. Der Motor wollte sich allerdings nicht so einfach zerlegen lassen – Rost sei Dank waren ein paar Hammerschläge notwendig.

Als dann schwarze Wolken aufzogen und Gewitter angesagt war, verschoben wir den Impellerkauf auf morgen. Ein paar Stunden später: kein Gewitter, kein Regen. Auf den Wetterbericht ist also genauso viel Verlass wie auf die Gelsenabwehr.

Also schrubbt Roland das Boot und ich lese gemütlich mein Buch. Ich finde, besser kann man die Arbeit doch gar nicht aufteilen. 😉

08. September 2026

Blinder Passagier

Noch ein Wort zu gestern Nacht: Gegen 22 Uhr, wir waren Gott sei Dank noch munter, hielt plötzlich ein kleines Boot direkt auf unser Heck zu. Erst nach lautem Schreien und Pfeifen änderte es im allerletzten Moment den Kurs und schrammte haarscharf an uns vorbei. Das hätte richtig gekracht! Vielleicht gehörten die beiden ja in die Kategorie „Trunken Sailer“ – ein Boot mit Ankerbeleuchtung übersieht man normalerweise nicht. Aber natürlich gilt auch hier: die Unschuldsvermutung! 😉

Bevor es heute weiter ging, musste Monika natürlich noch eine Runde ins Wasser und ihre tägliche Kraulrunde absolvieren. 😄 Nach einer guten halben Stunde unter Segeln Richtung Sukosàn, entdeckten wir dann einen blinden Passagier an Bord: eine Gottesanbeterin – laut Foto übrigens ein Männchen. Beim Weibchen sollte sich das Männchen allerdings in Acht nehmen: Es kann vorkommen, dass es nach der Paarung von ihr verspeist wird. Unser kleiner Passagier hatte diesbezüglich zum Glück nichts zu befürchten. 😄

In Sukošan werden wir nun ein paar Tage verbringen und auf das Ersatzteil für unseren Wassermacher warten, das uns vom Hersteller auf Garantie zugeschickt wird. Der Wassermacher produziert zwar weiterhin ordentlich Wasser, lässt sich aber nur noch manuell einschalten, weil der Drucksensor defekt ist. Dadurch können wir derzeit auch nicht rückspülen.

„Langfahrtsegeln heißt, sein Boot an den schönsten Orten der Welt zu reparieren“ – dieses Sprichwort scheint uns jedenfalls zuverlässig zu begleiten. 😉

Unser Abendmenü: Frittatensuppe und Marmeladepalatschinken. 😄😄

07. September 2026

Ein später Start

Heute kommen wir erst spät vom Bojenfeld los – obwohl wir eigentlich gar nicht so spät aufgestanden sind. Das glasklare Meer voller Fische war einfach zu verlockend, und so wurde nach dem Frühstück erst einmal ausgiebig geschwommen und gebadet.

Als wir schließlich losfahren, ist es bereits Mittag. Eigentlich wollten wir nur eine kurze Strecke bis zu einer Bucht auf Molat fahren. Zwischen drei Booten wäre noch Ankerplatz genug gewesen, aber die deutschsprachige ältere Dame vom Boot hinter uns sah das nicht so, wollte unbedingt mehr Abstand und hörte nicht auf zu nörgeln. Keine Lust auf solche Bootsnachbarn holen wir den Anker wieder ein und  fahren wortlos weiter.

Gerade kommt etwas Wind auf und wir können tatsächlich noch ein paar Seemeilen langsam, aber immerhin unter Segel zurücklegen. Die Bucht bei Muline ist bei unserer Ankunft schon gut belegt und an den wenigen freien Stellen hält unser Anker nicht. Also fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden. Dort gräbt sich der Anker dafür umso besser ein – so gut, dass wir vermutlich auch einen kleinen Sturm überstehen würden. Für eine windstille Nacht sollte das also allemal reichen. 😎

06. September 2026

Ankerplatz-Kino und endlich wieder segeln

Der Tag beginnt mit einem echten Ankerplatz-Kino: Bei rund 28 Knoten Wind treiben gleich drei Yachten mit nicht haltenden Ankern an uns vorbei – eine davon sogar verdächtig knapp. Glücklicherweise hat uns keine getroffen und auch unseren gut haltenden Anker konnte niemand aus der Ruhe bringen.

Nach dem Anker auf, konnten wir endlich wieder die Segel setzen und für ein paar Stunden bei richtig gutem Wind segeln. Die meiste Zeit hatte Monika das Steuer in der Hand und sichtlich Spaß daran. Auch unsere Windsteueranlage durfte zeigen was sie kann – und wurde von uns, für richtig cool befunden.

Leider hielt der Wind nicht den ganzen Tag durch, sodass wir zum Schluss doch noch etwa zweieinhalb Stunden motoren mussten. Gegen 20 Uhr machten wir schließlich an einer Mietboje (50,-€/Tag) vor Premuda fest. Ankern ist hier eher schwierig, da es keinen besonders guten Ankergrund gibt.

Alles in allem also ein spannender Tag mit etwas Nervenkitzel, viel Segelspaß und einem entspannten Abschluss an der Boje.

05. September 2026

Rudern statt motoren

Heute verbringen wir einen entspannten Tag am Ankerplatz vor der Halbinsel Vižula in Medulin. Schon die Römer wussten diesen geschützten Platz zu schätzen und errichteten hier ab dem 1. Jahrhundert eine luxuriöse Villa direkt am Meer. Mit prächtigen Mosaiken, Säulen, eigenen Thermen mit Fußbodenheizung und sogar einem eigenen Hafen muss sie einst beeindruckend gewesen sein. Teile der Anlage und des römischen Hafens liegen heute sogar unter Wasser.

Auch wir statten Medulin einen Besuch ab mit dem Beiboot. Bevor unser Beiboot jedoch überhaupt ins Wasser konnte, mussten wir erst einmal zu Panzerknackern werden: Unser eigenes, völlig eingerostetes Vorhängeschloss ließ sich nicht mehr überreden – also bekam es kurzerhand Bekanntschaft mit der Flex. 🔧😂 Danach wurde der Außenbordmotor montiert, doch nach 1,5 Jahren Standzeit läuft der gute alte Zweitakter noch nicht so, wie er soll. Also hieß es trotz montiertem Motor: Ruder raus und ab nach Medulin! 🛶💪 Und wer weiß – hätten wir schon motoren können, wäre uns die große „Spiegeleiqualle“ bestimmt entgangen. 🪼😂

In Medulin sind wir gemütlich durch die Gassen geschlendert und haben uns zum Abschluss natürlich wieder einen schönen Sundowner gegönnt. 🍹🌅

04. September 2026

Wenn der Wind Urlaub macht

Nach einer ruhigen Nacht vor Anker und einem guten Frühstück ging es um 09:00 Uhr in den Stadthafen von Novigrad. Nachdem unsere Dieseltanks gefüllt und noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt besorgt waren, hieß es wieder: Leinen los und hinaus aufs Meer!

Leider ließ uns der Wind heute völlig im Stich. Bei den kurzen Brisen die uns vergönnt waren nutzten wir die Gelegenheit, endlich unseren gebraucht gekauften Parasailor auszuprobieren, den wir bisher noch nie gesetzt hatten. Und wir können nur sagen: Was für ein tolles Leichtwindsegel! Selbst bei kaum Wind zog er erstaunlich gut.  Zitat Monika: "Das grenzt fast an Zauberei"

Trotzdem mussten wir den Großteil der Strecke motoren. Dafür gönnten wir uns unterwegs den einen oder anderen Badestopp und genossen einfach die kroatische Küste und das herrliche Meer. 🌊⛵️

03. September 2026

Immer was zu tun

Heute haben wir den ganzen Tag gemütlich in der Bucht verbracht und dabei gleich einige wichtige Dinge erledigt. Unsere Abdichtung ist fertig, die Leine der Reffanlage wurde sauber aufgerollter , der Wassermacher wurde aktiviert und zum ersten Mal konnten wir unsere Wassertanks mit selbst entsalztem Wasser füllen. Schon ein ziemlich gutes Gefühl, wenn aus Meerwasser plötzlich Trinkwasser wird!

Auf Albatros wurde wieder mal fleißig umgeräumt. Wir haben versucht, alles so zu verstauen, dass es möglichst funktional und praktisch ist. Ob wir das allerdings jetzt beim dritten Versuch schon perfekt hinbekommen haben, wird sich zeigen. Vermutlich wird das eine oder andere Teil in den nächsten Tagen noch seinen Platz wechseln. 😉

Und dann gab es noch eine ganz besondere Premiere: Die erste kleine Operation an Bord! Monika musste heute höchstpersönlich einen Schiefer aus meinem Fuß „operieren“. (sie hatte nicht nur die Pinzette in der Hand). Jeder Skipper lernt wohl beinahe als Erstes, dass man an Bord Schuhe trägt. Aber was soll ich sagen … ich bin halt einfach ein Barfußmensch. 😎

Alles in allem also wieder ein erfolgreicher Tag – mit Wasser im Tank, Ordnung an Bord und einem kleinen medizinischen Notfall. So langsam wird Albatros wirklich zu unserem schwimmenden Zuhause.

02. September 2026

Die ertsen Seemeilen im Kielwasser

Heute Mittag wurde Albatros wieder ins Wasser gehoben und vom Mechaniker noch einmal auf Dichtheit kontrolliert. Alles war trocken – also hieß es endlich: Leinen los und Kurs Kroatien! ⚓️🇭🇷

Es herrschte Flaute aber dafür konnten wir den Motor ausgiebig testen. Mit jeder Seemeile wurde die Anspannung weniger, auch wenn wir immer wieder nach dem Rechten sahen.

Auf halber Strecke dann ein kurzer Schockmoment: Wieder eine Salzwasserpfütze! 😱 Für einen Moment dachten wir nur: „Das kann nicht sein – die Reparatur ist  fehlgeschlagen!“ 

Also wieder alles ausräumen, nach hinten kriechen und suchen. Doch große Erleichterung: Der Ruderschaft war trocken! Die Ursache waren die Beschläge der Badeplattform, die durch unsere zusätzliche Langfahrt-Beladung nun vom Seewasser überspült werden und undicht sind. Mit 2 Gabelschlüssel war die Ursache schnell eingedämmt und morgen wird final abgedichtet.

Nach sieben Stunden Fahrt fiel pünktlich zum Sonnenuntergang der Anker. 🌅 Und als wäre das nicht schon schön genug, gab es gleich am ersten Tag Delfine als gutes Omen für unsere Reise! 🐬

01. September 2026

Albatros ist wieder startklar!

Heute konnten die Arbeiten am Ruder abgeschlossen werden und Albatros ist wieder komplett zusammengebaut. 

Morgen um 12 Uhr mittags ist es dann soweit: Der Krantermin steht an und Albatros darf wieder ins Wasser. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alles dicht ist und die Reparatur hält, was sie verspricht. 🤞🍀

Wenn alles nach Plan läuft, sollte sich unser Live-Tracking-Punkt ab etwa 13 Uhr wieder bewegen – und zwar in Richtung Kroatien! 🇭🇷⛵️

Also: Haltet uns morgen ganz fest die Daumen! 🍀

31. August 2026

Ice, Ice Baby 🍦

Da wir ja sowieso auf dem Trockenen sitzen, nutzen wir die Gelegenheit, heute gleich noch eine zweite Sicherheitsreparatur machen zu lassen. Der GFK-Grund rund um die Wellendichtung war nach all den Jahren nicht mehr im besten Zustand. Deshalb haben wir uns entschlossen, auch hier vorsichtshalber etwas nachzubessern. Mit einer Glasfasermatte und Epoxidharz war die kleine Reparatur schnell erledigt – jetzt muss das Ganze nur noch bis morgen ordentlich aushärten.

Gegen Mittag sind wir dann mit dem Bus nach Lignano gefahren, um ein paar kleinere Besorgungen zu machen. Nach einem Bier und einer Portion Pommes am Hausmeisterstrand, durfte natürlich auch ein Eis nicht fehlen. In einem „Make your own Eisbecher-Laden" konnten wir uns unseren eigenen Becher zusammenstellen – ein leckerer Abschluss für unseren kleinen Ausflug. 🍦🍺,

30. August 2026

Am siebten Tage sollst du ruhn....

Da heute Sonntag ist und an unserem Boot sowieso nicht gearbeitet wird, haben wir den Tag ganz entspannt verbracht. Wir haben es uns am hauseigenen Pool der Marina gemütlich gemacht, sind schwimmen gegangen und haben den einen oder anderen Aperol genossen. 

29. August 2026

Boot ohne Ruder

 

Heute Morgen haben Toni und sein Bruder das Ruderblatt ausgebaut und sind der Ursache des Problems auf den Grund gegangen. Der Ausbau verlief zum Glück relativ reibungslos. Schnell war klar: Schuld sind undichte Dichtungsringe in der Buchse.

Da die passenden Ringe erst am Montag besorgt werden können, heißt es für uns erst einmal warten. Den restlichen Tag haben wir deshalb ganz entspannt mit Kartenspielen verbracht. 

28. August 2026

Leider wieder an Land

Wir stehen wieder an Land und warten auf die Ruderreparatur, mit dessen Ausbau morgen begonnen wird. Von unserem Liegeplatz bis in die Kranbox hat der Motor perfekt funktioniert und genau das gemacht, was er soll. Nach all den Arbeiten daran war das ein richtig gutes Gefühl. 😊

Auf dem Foto kann man außerdem gut erkennen, dass unser Coppercoat funktioniert: Das Kupfer ist bereits oxidiert und bekommt langsam seine typische grüne Farbe. Ein gutes Zeichen! ⚓️

27. August 2026

Doch nicht Starbereit

Der Start muss warten

Eigentlich sollte es heute endlich losgehen – doch unser Start muss leider verschoben werden.

Der Kühlschrank ist zwar mittlerweile repariert, aber kurz vor dem Ablegen entdeckten wir hinten im Boot eine kleine Pfütze Salzwasser. Nach längerer Suche war der Übeltäter gefunden: Die Kopfdichtung des Ruderschaftes leckt. Wirklich nur minimal, Tröpfchen für Tröpfchen – aber natürlich wollen wir der Sache auf den Grund gehen.

Da ich mich mit diesem Thema nicht wirklich auskenne, haben wir sicherheitshalber einen Fachmann kommen lassen. Die gute Nachricht: Es ist wirklich nichts Schlimmes. Die schlechte Nachricht: Für die Reparatur müssen wir wieder aus dem Wasser gehoben werden.

Also heißt es morgen wieder raus aus dem Wasser. Am Samstag beginnen die Arbeiten.

Unser Start verzögert sich damit leider noch ein bisschen. Aber wir bleiben zuversichtlich und halten euch natürlich auf dem Laufenden! ⛵️

26. August 2026

Starbereit

Heute wurde das Boot endgültig fertig eingeräumt – alles hat seinen Platz gefunden und die letzten Sachen sind verstaut. 

Ein kleines Problem bleibt allerdings noch: Der Kühlschrank kühlt nicht richtig. Er läuft zwar, schaltet aber nach kurzer Zeit wieder ab. Das müssen wir in nächster Zeit noch genauer anschauen und reparieren. Gott sei Dank haben wir zusätzlich noch unsere ENGEL Kühlbox dabei, die hervorragend funktioniert und uns vorerst gut versorgt.

Und noch etwas ist ab heute aktiv: Unser Live Tracking ist gestartet! Damit könnt ihr ab sofort verfolgen, wo wir gerade unterwegs sind. ⛵🌊

24. August 2026

Der Countdown läuft

 

 

Die letzten Vorbereitungen zu Hause laufen auf Hochtouren. Morgen ist es soweit: Wir verlassen unser Zuhause für ein ganzes Jahr und starten in unser großes Abenteuer. ⛵🌊

Ein ganz besonderes Gefühl – Vorfreude, Aufregung und ein bisschen Wehmut sind dabei. Noch einmal durch alle Räume gehen, die letzten Dinge erledigen und dann heißt es für uns: Leinen los!

Und auch wenn wir morgen für ein Jahr auf Reisen gehen, ist zu Hause weiterhin jemand da. Unser Zuhause bleibt also nicht allein zurück. 😉


 

20. August 2026

Endlich wieder auf dem Wasser

 

Nach all den Arbeiten an Land ist es endlich so weit: Der Kran hebt Albatros ins Wasser! ⚓️🌊

Wir dürfen noch bis nächste Woche am werfteigenen Anlegeplatz festmachen. Ein letztes Mal noch die Leinen an diesem vertrauten Steg – dann heißt es endgültig Abschied nehmen.

 

19. August 2026

Die Wanten werden kontrolliert

 

Bevor es endgültig losgeht, werden alle Wanten und Stage noch einmal gründlich kontrolliert und nachgespannt.

Da die Wanten und Stage neu sind, längen sie sich in der ersten Zeit noch etwas. Deshalb ist es wichtig, die Spannung regelmäßig zu überprüfen und entsprechend nachzustellen.

 

25. August 2026

Start ins Abenteuer

Am 25.08.2026 bringt uns unser Sohn René nach Italien zu unserem Boot. Somit wird es langsam ernst – unser großes Abenteuer rückt in greifbare Nähe.

Je nachdem, was uns das Wetter vorgibt, werden wir in den Tagen danach die Leinen losmachen und unsere Reise beginnen. Ein ganz besonderer Moment für uns: Nach all den Vorbereitungen, Arbeiten, Planungen und auch so mancher Herausforderung geht es endlich los.

Wir freuen uns riesig auf das, was vor uns liegt – auf neue Länder, viele Erlebnisse, Begegnungen und natürlich auf eine unvergessliche Zeit auf unserer  Albatros. ❤️

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